Monat: August 2014

Des Volkes Stimme

Volksstimmefest 2014 auf der Jesuitenwiese. Die namensgebende Tageszeitung gibt es schon lang nicht mehr, die KPÖ ist jahrzehntelang keine ernstzunehmende politische Kraft mehr und das glanzvolle Fest von damals hat sich den politischen Veraänderungen anpassen müssen: Nichtmehr sowjetische Olympiasieger treten auf, nicht mehr Delegationen aus sämtlichen „Bruderstaaten“ werben für ihren „Sozialismus“ – übriggeblieben sind die Stände der Kubaner, der „Nicaragua-Brigadisten“ und der linken Parteien Deutschlands. Auch der Budweiser-Biergarten wird nicht mehr sozialistisch nach tschechoslowakischer Manier geführt – was man auch am Bierpreis ablesen kann. Und doch: Es ist ein Fest der Langsamkeit, der Gemütlichkeit, ein Fest das keine Neuerungen braucht. Ein Fest mit noch immer guten Bands und Konzerten. Einfach das schönste Open-Air Fest Wiens. Man sollte allerdings endlich einmal ein ernstes Wort mit dem Wettergott reden. 

raufkRAXler

Rauf mit der Seilbahn zum Hüttenhüpfen auf der Rax. Vom Ottohaus über den Seeweg zur Neuen Seehütte. Über die Preiner Wand, die Hohe Kanzel und den Jakobskogel wieder zurück.

Ein Hochplateau, das wie geschaffen fürs Wandern ist. Eine weiche Landschaft, die zugleich schroff für Niederösterreich ist. Mit Latschen und riesigen Blumenwiesen. Mit Geröll, Felsen und stolpernden Wanderern. Mit Grammelknödeln und Denkmälern aus der Monarchie. Hier dreht sich die Zeit ein bisschen langsamer weiter. Und an manchen Ecken steht sie schon  und noch immer still.

Yak, Vierhornschaf, Rotwild und kleine Luchse

Tierpark Stadt Haag im Mostviertel. 70 heimische und exotische Tierarten leben hier in großzügigen Gehegen neben dem Schloß Salaberg. Vom Damwild über den Singvogel-Weg zu den Mufflons,  von den Dromedaren gleich beim Eingang bis zum bald neuen Gehege für die Pavians. Der Braunbär wird mit den Fischabfällen versorgt – jeder Besucher kann am Fischteich nebenan sein Glück versuchen und wird beim Ausnehmen unterstützt. Daneben betteln (fast alle Tiere hier sind darauf konditioniert) die Yaks um das Tierfutter, das hier geschäftstüchtig in Papiertüten angeboten wird. Die kleinen Luchse verstecken sich im hinteren Teil des Geheges und die Löwen liegen faul in der Sonne. Eines der außergewöhnlichsten Tiere hier ist wohl das Vierhornschaf, dessen Kopf mit seinen vier Hörnern ein bisschen an eine Perchten-Maske erinnert. Ein aboluter Tipp für einen Wochenendausflug!