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Strache vom Kaiser aufgeplattelt

So ein blechern gekünsteltes leicht irritiertes Lachen hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schon lang nicht mehr gezeigt. In der Satireshow „Wir sind Kaiser“ hatte er eigentlich nicht viel zu lachen: Mit Glace-Handschuhen ist er vom „Kaiser“ Robert Palfrader  nicht unbedingt angefasst worden.

Der Bläuling in der österreichischen Innenpolitik ist ein bisschen ins Wanken gekommen. Obwohl der Kaiser auch „alle Völker mag, wenn sie sich nur unterwerfen“, die Ausländerpolitik der FPÖ wurde ziemlich aufs Korn genommen: „Das Schnitzel ist aus Italien, der Kaffee und die Kipferl aus der Türkei, jetzt sogns amoi wos is do schlechtes dran? Wo kommt der Hass her – ham sie vielleicht bei einem All-Inclusive-Urlaub kein Schnitzel mehr am Buffet bekommen?“ Und nachdem Strache mit einem „Jawohl“ darauf antwortete, dass man bei Hof nur reden dürfe, wenn man gefragt würde, kommentierte das der Kaiser mit: „Na, das kann er aber gut, der Strache. Man könnt glauben, er hat eine paramilitärische Ausbildung.“

Schön auf der Schaufel war er und er konnte sich fast nicht runterwinden. Interessant: Er wollte partout mit seinen Wahlkampfsprüchen hausieren gehen, und das in einer Satire-Sendung. Der Kaiser ließ ihn aber eh „anrennen“. Parteiwerbung hat auch nichts verloren in einer Satiresendung. Schlecht gebrieft, Herr Strache. Und verwunderlich, dass es dazu keine OTS-Aussendung aus dem FPÖ gegeben hat a la „linkslinker ORF“.

FPÖ-BZÖ-Bahööö

Die Kärntner Orangen werden jetzt also blau. Aus BZÖ Kärnten wird die FPK. Das Kärntner „Dream Team“ kann so perfekt ablenken vom Hypo-Desaster – Stichwort aus der „Tageszeitung“ „Heute“: „Die Kärntner Bank-Deppen.“ Dass Herr Uwe Scheuch der Ober-Orange-Blaue nach dem Desaster jetzt auch noch herumstänkert, dürfte einfach in der Kärntner Seele liegen. Dass man sich nun in den „Heimathafen“ FPÖ begeben hat, wird doch ein bisschen daran liegen, dass sie nach dem Fall Hypo draufgekommen sind, dass sie schlicht und einfach zu blöd sind zum regieren. Ob der IQ durch den Zusammenschluss mit der Bundes-FPÖ unter Heinz-Christian Strache jetzt angestiegen ist, bleibt allerdings zu bezweifeln.

Gegründet ist das BZÖ am 4. April 2005 worden. Von Jörg Haider. Damals spaltete er das dritte Lager – und jetzt sind aus dem dritten Lager insgesamt drei Parteien geworden. Ganz klar, dass Uwe Scheuch die Fusion als „im Geist Jörg Haiders“ verkauft. Leichenfledderei auf Kärntnerisch hat ja seit dem Unfalltod des Über-Landeshauptmanns eine gewisse Tradition bekommen.

Auf Facebook haben sich natürlich auch schon Gruppierungen in alle blau-orange-br… Richtungen gegründet  – so wie die Gruppe „Neuwahlen in Kärnten – Schluß mit dem BZÖ-Chaos“ oder „das BZÖ richtet Kärntens Finanzen zu Grunde – BZÖ nein Danke!“. Auch eine Gruppe „FPK“ gibt es schon – mit dem Playboy-Häschen. Und nicht alle dürfen rein. Das dürfte dann ja die richtige Plattform für die Kärntner Freiheitlichen sein.