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„Das ist unser Lied“

Musik ist eine der schönsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte, wenn schon sonst nichts großartiges dabei rausgekommen ist. Musik prägt unser Leben, Musik lässt uns mit den Beinen wippen, Musik lässt uns tanzen, Musik lässt uns mitsingen und mitklatschen und mithüpfen und träumen. Und auf der anderen Seite kann Musik auch alle Arten der negativen Emotionen auslösen.

Viele Musiktitel sind in unserem Unterbewusstein verankert. Wie viele Menschen können Songs noch immer nachsingen, obwohl sie den Titel schon jahrelang nicht gehört haben.

Natürlich gibt es auch die Kategorie „Mein Song“: Als Liebespaar hat man oft den einen Song, bei dem man sich vielleicht das erste mal auf der Tanzfläche geküsst hat. Oder bei dem man am Festival das erste mal miteinander getanzt hat. Denkt mal nach, jeder hat solche Lieder. Und auf der anderen Seite auch Songs, die beim Wiederhören sofort eine tiefe Traurigkeit auslösen. Weil etwas schlimmes passiert ist als der Song gerade gelaufen ist. Direkt beim Schlussmachen ist er damals gelaufen. Oder direkt als man den Anruf bekommen hat, dass…

Manchmal stehen ganze Konzerte unter einem so schlechten Stern, dass man bei den Songs des Acts nur mehr an etwas trauriges denken kann. Ein richtig schönes Abschiedlied für uns ist seit kurzem aus gegebenem Anlass „Meine Damen, meine Herren“ von Voodoo Jürgens. Überhaupt sehr tauglich als Abschiedslied mit wunderbar traurigen Textzeilen:

„Jetzt lieg i do, gaunz allanich, owa gehts weiter, i wü eich ned quön.
Geh hauts eich über die Häuser, owa denkts an mi, mochts es gscheider“

Und dann gibts noch die Songs, deren tieftraurige Texte man deshalb mitsingen kann, weil man es selbst schon ungefähr so erlebt hat. Wir schließen uns dem leisen Mitsingen an.

Radeln durch die Lobau

Endlich Saisonbeginn. Und die ersten Nackerten machen sichs an der Dechantlacke bequem. Das Knusperhäuschen an der Panozzalacke ist noch ein bisschen verlassen. Gruppen bon städtischen Naturliebhabern machen Führungen durch den Wald. Die Riesen-Fische schwimmen gemütlich unter der Aussichtsplattform. Und die ersten Seerosen blühen bei der Alten Naufahrt. Nur der Biber lässt sich nicht blicken.

Gehopse, Gekrabble, Gemeckere, Gemuhe

Das Festival der Tiere auf der Wiener Donauinsel: Viele Vierbeiner, ein Tausendfüßler, Pferde-Vorführungen, Kamelreiten und viel Informationen über Haustierhaltung. Ein Fest, das nicht die Tiere in die Auslage stellte – mit Aunahme des gut gelungenen Schaubauernhofs vom Wiener Cobenzl – sondern ein Fest, das viel Informationen bot für unsere besten Freunde mit Pfoten und Hufen. Einfach nett.

>>Alle Informationen und alle Bilder

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Wiener Rot. Ein Donauinsel-Rundgang mit dem Bürgermeister

Wenn Michael Häupl seinen Rundgang macht auf der Donauinsel beim großen Fest: Viele Hände werden geschüttelt, viele Schmähs werden gemacht. Der Bürgermeister ist jetzt auf vielen Fotos mit seinen Stadtuntertanen und in vielen Autogramm-Büchern. Ein Heimspiel in Wiener Rot.

>>Alle Bilder vom Donauinselfest

Hupf in Gatsch

XCrossRun auf der Donauinsel. Laufen alleine dürfte einfach schon zu fad sein – darum haben sich insgesamt 1200 Läufer über Strohballen-Hindernisse, Reifen- und Sandfelder und durch Schlammgräben gequält. Natürlich hatten diese Herausforderungen viel coolere Namen von den Veranstaltern bekommen, wie man HIER nachlesen kann.

Einigen Läufern war nach der Fünf-Kilometer-Runde über Stock und Stein richtig anzusehen, dass sie bis an ihr Limit gegangen waren. Aber dafür wurden sie von den Hansplast Cheerleaders bejubelt. Wär interessant, wieviele Läufer dann von ihnen verarztet worden sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

>>Die Profi-Bilder vom Event: DiePresse.com-Galerie

Stadtspaziergang per Rad: Stadt am Wasser

Wasser, viel Wasser gibt es in Wien. Von der Donau über die Donauinsel über die Alte Donau. Schwimmende Gastgärten gegenüber vom Gänsehäufl mit Blick auf die Skyline der Donauplatte. Aulandschaften im Mühlwasser – mit quakenden Fröschen und Melodien von vielen Wasservögeln. Und von dort in den Nationalpark in der Lobau. Natur pur und ein gutes Jauserl im Knusperhäuschen. Und nach dem bewundernden Blick auf die Surfer, die auf der Donau im Kreis gezogen wurden blieben die Augen gleich nochmal offen stehen beim Harley-Davidson-Treffen auf der Donauinsel. Da war dann Schluss mit Wasser. Benzingeruch und knatternde Motoren. Und starke Männer mit ihren Maschinen. Gib Gummi.

Donauinselfest: Das Fest der Proleten

Das Wiener Donauinselfest – von der Wiener Stadtregierung als größtes Open Air Europas vermarktet. Und es ist ein großer Auflauf der Wiener Edelproleten. So erlebt am Freitag bei der Volksmusikbühne, wo „Spitzbua Markus“ aufgetreten ist. Unglaublich. Wie bei seinem neuesten „Hit“ – „Du heißt Marie, und i Bumsti“ – blöd gelacht und gekichert wurde. Großartig!

Oder aber: Skandal – wo wir bei „Skandal im Sperrbezirk“ wären. Von der Spider Murphy Gang, die auch aufgetreten ist. Allerdings sind die auch schon ziemlich gealtert. Und Rockabilly mit bayrischem Dialekt muss auch nicht unbedingt sein. Aber gut – auch die Frau Kim Wilde hat sich schon selbst überlebt – und brachte sogar noch eine ganz miese Cover-Version von Depeche Mode.

Hauptact von Freitag Abend war aber Billy Idol: Und das rockt noch immer, ihm nimmt man seine Rolle immer noch ab. Respekt.

So schöne Fotos hätte ich von diesem Event gemacht – aber, der Ober-Prolet des Freitag-Abend hat mir meine Tasche geklaut. Skandalös!

Insel-Sport

Wasserskispringen, Wasserkskifahren, Segeln, Rudern, Schwimmen, Fischern, Kanu-Fahren, Wasser, Wasser, Wasser, Wasser und Sport. So schauts auf der Wiener Donauinsel grad aus. Muss denn das sein? Da bekommt man echt ein schlechtes Gewissen, dass man da nur behäbig mit dem Mountainbike im ungebirgigen Gelände herumkurvt. Ich kauf mir ein Wasserbike. So schauts aus. Und dann werds schaun.  So schnö kennts gar ned schaun.
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Frühlingserwachen in der Lobau

Der Frühling hat am Samstag gezeigt, dass es ihn doch gibt. Er wollts wohl Armin Wolf heimzahlen, der in der letzten Woche in der ZIB2 vor dem Wetterbericht meinte: „Der Winter geht ja heuer übergangslos in den Herbst über.“

Sonnenschein, rauf aufs Rad! Über den Prater auf die Donauinsel und weiter in die Lobau. An der Dechantlacke haben wir einen Käfer beobachtet, der aus dem Winterschlaf erwacht ist. Auf der anderen Seite des Teichs spielte ein Saxahponist seine Melodien. Weiter über den Schilfgürtel auf der Holzbrücke, die von den Melker Pionieren erbaut worden ist. Und dann weiter Richtung Panozzalacke.

Vorbei an wohl duftendem Bärlauch und Schneeglöckchen (Achtung, die stehen unter Naturschutz, also nicht drauf herumtrampeln!). Und dann sind wir eingekehrt ins Knusperhäuschen. Und brav hat meine liebste Begleiterin ihr Rad abgesperrt, zu mit dem Schloss, um dann vor Schreck zu erstarren: Kein Schlüssel fürs Schloss dabei! Tja, das hieß: Nächste Busstation suchen und mit den Öffentlichen heimwärts zum Auto, um danach das Rad abzuholen, ohne den Schlüssel zu vergessen. Und ich bin einsam nachhaus geradelt. Mit dem Wind im Rücken. Dem Frühling entgegen.

Am nächsten Tag hat es übrigens den ganzen Tag über geregnet. Doch wieder Herbst.

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Da passt noch das Goehte-Gedicht dazu, das man sogar schon in der Schule lernt, auch wenns noch nicht ganz passt, weil es „Osterspaziergang“ heißt:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt’s im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!

>>Hier gibts das ganze Gedicht in voller Länge