Donauinselfest

„Das ist unser Lied“

Musik ist eine der schönsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte, wenn schon sonst nichts großartiges dabei rausgekommen ist. Musik prägt unser Leben, Musik lässt uns mit den Beinen wippen, Musik lässt uns tanzen, Musik lässt uns mitsingen und mitklatschen und mithüpfen und träumen. Und auf der anderen Seite kann Musik auch alle Arten der negativen Emotionen auslösen.

Viele Musiktitel sind in unserem Unterbewusstein verankert. Wie viele Menschen können Songs noch immer nachsingen, obwohl sie den Titel schon jahrelang nicht gehört haben.

Natürlich gibt es auch die Kategorie „Mein Song“: Als Liebespaar hat man oft den einen Song, bei dem man sich vielleicht das erste mal auf der Tanzfläche geküsst hat. Oder bei dem man am Festival das erste mal miteinander getanzt hat. Denkt mal nach, jeder hat solche Lieder. Und auf der anderen Seite auch Songs, die beim Wiederhören sofort eine tiefe Traurigkeit auslösen. Weil etwas schlimmes passiert ist als der Song gerade gelaufen ist. Direkt beim Schlussmachen ist er damals gelaufen. Oder direkt als man den Anruf bekommen hat, dass…

Manchmal stehen ganze Konzerte unter einem so schlechten Stern, dass man bei den Songs des Acts nur mehr an etwas trauriges denken kann. Ein richtig schönes Abschiedlied für uns ist seit kurzem aus gegebenem Anlass „Meine Damen, meine Herren“ von Voodoo Jürgens. Überhaupt sehr tauglich als Abschiedslied mit wunderbar traurigen Textzeilen:

„Jetzt lieg i do, gaunz allanich, owa gehts weiter, i wü eich ned quön.
Geh hauts eich über die Häuser, owa denkts an mi, mochts es gscheider“

Und dann gibts noch die Songs, deren tieftraurige Texte man deshalb mitsingen kann, weil man es selbst schon ungefähr so erlebt hat. Wir schließen uns dem leisen Mitsingen an.

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Wiener Rot. Ein Donauinsel-Rundgang mit dem Bürgermeister

Wenn Michael Häupl seinen Rundgang macht auf der Donauinsel beim großen Fest: Viele Hände werden geschüttelt, viele Schmähs werden gemacht. Der Bürgermeister ist jetzt auf vielen Fotos mit seinen Stadtuntertanen und in vielen Autogramm-Büchern. Ein Heimspiel in Wiener Rot.

>>Alle Bilder vom Donauinselfest

Donauinselfest: Das Fest der Proleten

Das Wiener Donauinselfest – von der Wiener Stadtregierung als größtes Open Air Europas vermarktet. Und es ist ein großer Auflauf der Wiener Edelproleten. So erlebt am Freitag bei der Volksmusikbühne, wo „Spitzbua Markus“ aufgetreten ist. Unglaublich. Wie bei seinem neuesten „Hit“ – „Du heißt Marie, und i Bumsti“ – blöd gelacht und gekichert wurde. Großartig!

Oder aber: Skandal – wo wir bei „Skandal im Sperrbezirk“ wären. Von der Spider Murphy Gang, die auch aufgetreten ist. Allerdings sind die auch schon ziemlich gealtert. Und Rockabilly mit bayrischem Dialekt muss auch nicht unbedingt sein. Aber gut – auch die Frau Kim Wilde hat sich schon selbst überlebt – und brachte sogar noch eine ganz miese Cover-Version von Depeche Mode.

Hauptact von Freitag Abend war aber Billy Idol: Und das rockt noch immer, ihm nimmt man seine Rolle immer noch ab. Respekt.

So schöne Fotos hätte ich von diesem Event gemacht – aber, der Ober-Prolet des Freitag-Abend hat mir meine Tasche geklaut. Skandalös!