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Über den Wolken

Wind Nord/Ost Startbahn null drei,
Bis hier hör‘ ich die Motoren.
Wie ein Pfeil zieht sie vorbei,
Und es dröhnt in meinen Ohren,
Und der nasse Asphalt bebt.
Wie ein Schleier staubt der Regen,
Bis sie abhebt und sie schwebt
Der Sonne entgegen.

Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,
Blieben darunter verborgen und dann
Würde, was und groß und wichtig erscheint,
Plötzlich nichtig und klein.

Ich seh‘ ihr noch lange nach,
Seh‘ sie die Wolken erklimmen,
Bis die Lichter nach und nach
Ganz im Regengrau verschwimmen.
Meine Augen haben schon
Jenen winz’gen Punkt verloren.
Nur von fern klingt monoton
Das Summen der Motoren.

Dann ist alles still. Ich geh‘
Regen durchdringt meine Jacke,
Irgend jemand kocht Kaffee
In der Luftaufsichtsbaracke.
In den Pfützen schwimmt Benzin,
Schillernd wie ein Regenbogen.
Wolken spiegeln sich darin.
Ich wär‘ gern mitgeflogen.

Jetzt pinkeln wir unter den Sessel

Fliegen ist jetzt wahrlich kein Luxus mehr. Erst wird das Essen gestrichen, dann werden die Sitzreihen soweit zusammengerückt, dass man sich wie eine Sardine in der Dose vorkommt und jetzt muss man sich auch noch an einer Klofrau vorbeischummeln. Was kommt als nächstes? Pedale, damit Kerosin gespart wird?

Der irische Billigflieger Ryanair erwägt, seinen Passagieren Geld für den Toilettenbesuch abzunehmen. In Zukunft müssten die Reisenden möglicherweise für ihre

Bedürfnisse ein Pfund (1,12 Euro) bezahlen, sagte Airline-Chef Michael O’Leary am Freitag dem britischen Sender BBC. „Wir sehen uns derzeit die Möglichkeit an, einen Geldschlitz an den WC-Türen anzubringen.“

Das Unternehmen prüfe stets, wie die Flugtickets günstig bleiben könnten, erklärte O’Leary. Er glaube, niemand steige in ein Flugzeug ohne mindestens ein Pfund-Stück in der Tasche. Wie das Münzsystem auf Euro umzurechnen wäre, verriet er nicht.

Kritiker hielten Ryanair vor, „ganz tief gesunken“ zu sein. Rochelle Turner vom Verbrauchermagazin „Which? Holiday“ sagte, es würde Ryanair „Recht geschehen“, wenn die Reisenden dann weniger Geld für „überteuerte Getränke an Bord“ ausgeben. Europas größter Billigflieger wird seit langem wegen Extrakosten für Gepäckaufgabe und Service an Bord kritisiert. Der Fluggesellschaft machen – wie anderen Airlines auch – sinkende Erlöse zu schaffen.

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