Fotografie

Ein Ostlicht geht in Favoriten vor Anker

Früher ist Brot gebacken worden am Fuße des Laaer Bergs. Nun wird hier die „Loft-City“ aufgezogen. Kultur im Arbeiterbezirk, in meinem ehemaligen Wohnviertel. Eröffnet wurde die Dependance der Westlicht-Galerie namens Ostlicht.wo zur Eröffnung die Ausstellung „Nacht“ gezeigt wird. Wie die Ameisen sind Wiener Kulturinteressierte über die ehemalige Fabrik hergefallen – es gab ja auch Gratis-Bier und Würstel. Aber nicht nur Nacht war zu sehen, auch die anderen schon eingezogenen Kulurinstitutionen feierten mit: Graffiti, umgestürzte Kroko-Autos und eine Ansammlung nackter Frauen in der Hilger Brot-Kunsthalle,  Divans und Würfeluhren bei lichterloh, dazu Performances und eine Auflegerei von Peter Kruder. Und das alles in der alten Fabrik, die gerade erst umgebaut wird auf den Loft-Betrieb mit Kinetten und Absperrungen. Hat was, diese Kultur-Konglomeration. Schauts euch das an, wenn mal weniger los ist.

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Stadtspaziergang: Rund um den Karlsplatz

Der Wiener Karlsplatz hat schon einige Transformationen durchgemacht: Bevor noch die Karlskirche dort gestanden ist war dort eine Aulandschaft. Die Karlskirche sollte in Blickachse zur Hofburg eine „via triumphalis“ bilden – das wurde nie verwirklicht. Dafür wurde der Wienfluss überbaut und seit den 70er-Jahren ist der Platz ein Verkehrsknotenpunkt, ober- wie unterirdisch. Die kleine Stadtautobahn die im Sinn des Autobooms am Karlsplatz entstanden ist – tja, schön für jeden Gasfuß, wenig ausgeklügelt um Staus zu vermeiden und ganz schlecht für einen lebenswerten Platz. Noch dazu kamen Bausünden wie das Gebäude zwischen Wien-Museum und Karlskirche.

Jetzt wird wieder einmal umgebaut, jetzt mal in der unterirdischen Passage. Oberirdisch wird über eine fußgängergerechtere Umgestaltung nachgedacht und ein Wettbewerb nach dem anderen gestartet. Egal, wo es hingeht, die Blickachsen am Karslplatz und seiner Umgebung können faszinieren. Hier stoßen Moderne, verstaubtes Wien und zerbröckelnde K.u.K-Atmosphäre zusammen. Man muss nur kurz innehalten und beobachten. Nehmt euch Zeit und macht euch den Karl.

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