Frankreich

Im Hamsterrad

Irgendwie laufen wir alle ein bisschen im Hamsterrad. Immer laufen. Immer mit dabei sein. Niemals zurückschaun. Auf der Stelle laufen. Ohne Verschnaufen. Und weil viele Menschen gern in diesem Hamsterrad laufen, haben zwei findige Franzosen in Nantes jetzt eine „Hamster Villa“ eröffnet. Ein Hotel mit Riesen-Hamsterrad in jedem Zimmer, viel Heu zum Schlafen, Körner zum Essen und einen Brunnen zum Trinken. Kein Schmäh. Das Hotel gibt es wirklich. Überleg mir nur grad ob es da auch Doppel-Zimmer gibt, in denen zwei Hamsterräder stehen. Da könnt man dann wie im wirklichen Leben miteinander auf der Stelle treten. Volia.

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Montmartre – Auf den Spuren von Amelie

Bisher hatt ich es ja nur aus einer Schlüssel-Filszene aus dem wunderaberen Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ gekannt. Und plötzlich stand ich selbst dort. Umringt von deutschen Touristen in Montmartre. Alle zielstrebig zur Kathedrale Sacré-Cœur.

Und alle, alle auf den Spuren der Amelie – und es schaut dort wirklich genauso aus wie im Film…

Das ehemalige Künstlerviertel ist leider ein Eck zu über-touristisch erschlossen. Aber die Maler sitzen noch immer auf ihrem Platzl und malen jetzt halt die Touristen anstatt den Intellektuellen.

Ein großes Plus für die ein bissl in den engen Gassen abgelegenen Cafes. Und ein großes Plus an die Küche und die wunderbaren Crepes.

Notre Dame de Paris

Kleinod kann man nicht dazu sagen. Weil die Kathedrale wirklich riesig ist: Notre Dame. Erbaut von 1163 bis 1345.

Thront wirklich sehr majestätisch auf der Insel in Paris. Und ist beeindruckend, man könnte glauben, dass hier der Stephansdom einige Male hineinpasst. Auch ganz toll: Die Wasserspeier, die ein bisschen schöneren Dachrinnen. Und die berühmten Grotesken der „Galerie des Chimères.

La Tour Eiffel

Der Eiffelturm. Ein äußerst wuchtiges Bauwerk mitten in Paris. Von fast überall in der Stadt zu sehen. Überhaupt in der Nacht, wenn er als Leuchtturm seine Strahlen in die kleinsten Gassen von Paris schickt. Imposant, das Gebäude, das 1889 zu Weltausstellung eröffnet worden ist. Und das die Pariser erst gar nicht haben wollten, weil sie es so schiach gefunden haben. Man wollte ihn auch demontieren. Gerettet hat ihn dann seine Höhe. Man hat ganz oben Antennen montieren können.

Gut dass er stehen geblieben ist. Welche Stadt sonst hat so ein beeindruckendes Wahrzeichen?

Hoch ist er übrigens inklusive Fernsehantenne genau 324 Meter.

Und jetzt wart ich mal ab, weil wie es Wikipedia anmerkt:

Laut offizieller Webseite der Betreibergesellschaft des Eiffelturms[3] sei die nächtliche Turmbeleuchtung nach französischem Recht urheberrechtlich geschützt, so dass vor Veröffentlichung von Fotos Gebühren an die Société Nouvelle d’Exploitation de la Tour Eiffel (SNTE) zu entrichten seien.

Fasching: Ein Drachen in Paris – Père Lachaise

Eigentlich wollten wir ja zum Friedhof Père Lachaise in Paris und einige Gräber von berühmten Persönlichkeiten bestaunen. Aber dann sind wir dort vor dem Eingangstor mitten in den Trubel eines Faschingsumzugs gekommen.

Ich persönlich finde den Fasching ja absolut furchtbar. Verkleiden tut man sich eh das ganze Jahr für Job und andere Sachen. Aber vielleicht brauchen manche Leute das ja, dass sie einmal im Jahr als strippender Vamp gehen. Wenigstens einmal im Jahr. Und dann wieder zurück ins biedere Leben.

Das aller-furchtbarste gegen Ende des Faschings sind diese „Helau“-Faschingsgilde-Sitzungen. Ganz schlimm in Deutschland verbreitet. Und verseuchen das Fernsehprogramm. Auch interessant, dass der absolute Quotenknüller des ORF seit Ewigkeiten der Villacher Fasching ist, der ungefähr so einen Schmäh-Wert hat wie ein abgestandenes Schützen-Bräu.

Aber was solls. Den Kindern gefällts. Und mir hat in Paris der Drache imponiert. Gute Idee, wie der Drachenreiter per Hand und Fuß das grüne Monster manövriert hat.