Schlagwort-Archive: Graffiti

Mehr als ein Hitler-Bärtchen

Wahlkampfzeit ist immer auch Plakatwaldzeit. Vom größten Teil der Großflächenplakate grinsen die Politiker und die unbeliebten Dreiecksständer verstellen den Blick. Manch einer greift zum Stift und verewigt sich mit eigenen Slogans oder einem aufgemalten Hitler-Bärtchen. Oder überklebt die Plakate, womit teilweise interessante Collagen entstehen.

Übrigens: Die Parteien selbst sehen Plakat-Graffite wenig entspannt als „Sachbeschädigung.“ Die SPÖ Vorarlberg hat sogar wegen der wiederholten Beschädigung ihrer Wahlplakate Anzeige erstattet: „Die gezielte Beschädigung eines Plakates ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Strafdelikt.“

Mit dem Phänomen der Plakat-Übermalungen vor Wahlkämpfen hat sich übrigens auch das „Institut für Graffitiforschung“ beschäftigt. Auf Facebook wird ein eigenes „visuelles Forschungstagebuch“ geführt: „Besonders interessant sind Wahlkampfzeiten, wo auf den vielen kurzlebigen Werbe-Flächen der Parteien vielfältige Stellungnahmen der Bevölkerung erfolgen.“

>>Mehr Plakat-Graffiti

Stadtspaziergang: Vom Polizeistaat-Graffiti bis zum Stadtfahrzeug

Wenn man die Augen offen hat beim Spaziergang durch die Stadt, fallen die Kleinigkeiten auf, die durch die Wiener Stadtbild-beeinflussend sind. Graffitis auf öffentlichem Inventar mit eindeutigen Verweisen darauf, was den Wiener stört beispielsweise. Oder Straßen, die durch versetze Schilder scheinbar zugewachsen sind. Und verspielte Stadtfahrzeuge – natürlich mit Verbotsschild drauf. Denn ein Wiener lebt erst durch Verbote auf. Das kennt er seit Metternich. Und auch wenn darüber gesudert wird: Ohne Verbote wär der Wiener kein Wiener. Und auch wenn über die „Kiwarei“ geschimpft wird: Im Zweifelsfall werden „die da oben“ schon recht haben. Und wenn nicht: „Da kann man eh nix machen.“ Die tiefschwarze, obrigkeitshörige Wiener Seele.

Selber kochen oder Dosen-Fraß?

Plakat-Graffiti tritt zwar vorrangig vor Wahlen auf, vorrangig auf FPÖ-Plakaten – und die Stifte für die Wien-Wahl-Plakate sind sicher schon gespitzt. Aber ab und zu werden auch Produkt-Plakate verschönert, wie das Beispiel von der Nähe des Wiener Brunnenmarkts zeigt. Bietet sich hier ja richtig an, aus „Manche mögens heiß“ „Manche mögen Scheiß“ zu machen. Dann lieber selber kochen.

Wahlplakate beschmiert: Hakenkreuze auf FP-Plakaten

Angschmiert, verschönert oder eine Sachbeschädigung? In den Tagen vor der Wahl sind immer wieder Künstler unterwegs, die sich um die Wahlplakate kümmern. Da werden dann Hitlerbärtchen aufgemalt, Hakenkreuze gezeichnet, überklebt und auch ganze Slogans ins Lächerliche gezogen.

Graffiti auf Plakaten. Bleibt die Frage: Handelt es sich um Kunst? Und die zweite Frage: Warum sind die meisten Graffitis auf FPÖ-Plakaten zu sehen? Zücken „Linke“ eher ihrer Edding? Oder handelt es sich gar um Auftragsarbeiten, um dann Entrüstung vorzutäuschen?

>>Hier gibts noch viel mehr Bilder von „verschönerten“ Plakaten

Moslemhand in Christenhand!

Plakate stehen derzeit überall herum, weil am 6. Juni die EU-Wahl ist. Und einige „Künstler“ haben diese Plakate wie vor jedem Wahlkampf wieder etwas umgestaltet, beschmiert, überklebt. Ganz besonders gelungen sind dabei die Slogan-Erweiterungen der FPÖ-Plakate. „Abendland in Schlumpfverstand“ hat doch was. Und ist viel origineller als das Original!

pk2 pk11

pk1pk8

pk5pk14

>>Hier gibts noch mehr Plakat-Graffiti