Schlagwort-Archive: Graues Leben

73er-Feier

73 Jahre sind wir gemeinsam geworden – und auch ca. so viele Leute sind unserem Aufruf zum Geburtstagsfest gefolgt ins Shooters in der Wiener Währingerstraße.

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Danke allen Mitfeiernden! Die Schnappschüsse der Party sprechen für sich, es war ein rauschendes Fest!

Ganz in weiß, mit einem Blumenstrauß…

G’heiratet is worden. Eine traditionelle Bauernhochzeit im Mostviertel. Genauer gesagt in Oberndorf an der Melk und Kirnberg an der Mank, wers kennt.

Inklusive Schiasser-Buam, Braut-Verzahn und Kranzl-Owesingan. Nett!

Ich wünsche dem Brautpaar Gerhard und Birgit Aspalter viel Glück!

Ich bin traurig.

Aus gegebenem Anlass wiederaufgewärmt. Zuletzt gepostet im November:

Der Soundtrack für Tage wie diese. Da gehts einem dann zwar nicht besser, wenn man das hört, aber man kann sich noch mehr in der Scheiße suhlen. Perfekt.

„Ich bin traurig und irgendwie schon den ganzen Tag nicht gut drauf. Mir fliegt die Welt heut um die Ohren, und das Leben nimmt so seinen Lauf.“

Tanz Baby!

Frühlingserwachen in der Lobau

Der Frühling hat am Samstag gezeigt, dass es ihn doch gibt. Er wollts wohl Armin Wolf heimzahlen, der in der letzten Woche in der ZIB2 vor dem Wetterbericht meinte: „Der Winter geht ja heuer übergangslos in den Herbst über.“

Sonnenschein, rauf aufs Rad! Über den Prater auf die Donauinsel und weiter in die Lobau. An der Dechantlacke haben wir einen Käfer beobachtet, der aus dem Winterschlaf erwacht ist. Auf der anderen Seite des Teichs spielte ein Saxahponist seine Melodien. Weiter über den Schilfgürtel auf der Holzbrücke, die von den Melker Pionieren erbaut worden ist. Und dann weiter Richtung Panozzalacke.

Vorbei an wohl duftendem Bärlauch und Schneeglöckchen (Achtung, die stehen unter Naturschutz, also nicht drauf herumtrampeln!). Und dann sind wir eingekehrt ins Knusperhäuschen. Und brav hat meine liebste Begleiterin ihr Rad abgesperrt, zu mit dem Schloss, um dann vor Schreck zu erstarren: Kein Schlüssel fürs Schloss dabei! Tja, das hieß: Nächste Busstation suchen und mit den Öffentlichen heimwärts zum Auto, um danach das Rad abzuholen, ohne den Schlüssel zu vergessen. Und ich bin einsam nachhaus geradelt. Mit dem Wind im Rücken. Dem Frühling entgegen.

Am nächsten Tag hat es übrigens den ganzen Tag über geregnet. Doch wieder Herbst.

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Da passt noch das Goehte-Gedicht dazu, das man sogar schon in der Schule lernt, auch wenns noch nicht ganz passt, weil es „Osterspaziergang“ heißt:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt’s im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!

>>Hier gibts das ganze Gedicht in voller Länge

Hoch zu Ross

Endlich hab ich den Borques kennengelernt. Und entgegen einer von mir mit Entsetzen gehörten Meinung riecht er gar nicht nach Leberkäse. Und war auch relativ zutraulich. Aber ich hab mich ja sofort mit Leckerlies eingeschleimt. Zur Erklärung: Borques ist ein Pferd, eingestellt im Reitstall in Wien Freudenau.

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Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich jemals Pferdeleberkäse essen könnte. Dann lieber im Galopp. Im Schweins-Galopp.

Steck dir dein Handy in den Arsch

In Wien gibts die Donau und das Donau. Die Donau ist so blau so blau. Und das Donau ist ein sehr empfehlenswerter Club. Mit tollen Visuals, dadurch sieht das Lokal jeden Abend wieder anders aus. Und dadurch wird der Stuck, der ein bisschen an eine Kirche erinnert (Wer bitte weiß, was diese Räume früher beherbergt haben?) in ein ganz neues psychedelisches Licht gehüllt. Und das alles bei schamlos drauf los blubbender Musik.

Nicht zu vergessen: Das Donau ist das einzige Lokal in Wien, das einen Würstelstand integriert hat. Eine grenzgeniale Idee.

Ganz wichtig beim Donau: Von Zeit zu Zeit wird das Motto gewechselt, das in großen Leucht-Lettern an einer Wand prangt. Da hats zum Beispiel schon gegeben: „Für Gabi tu ich alles“.

Derzeit ist das Motto: „Steck dir dein Handy in den Arsch“. Hat mich insoweit beeindruckt, dass ich neben diesem Slogan gar nicht telefonieren wollt, weil ich mich irgendwie geniert hab. Beim Typen neben mir ist das ganz in die andere Richtung eingefahren, der hat sich sein Handy nämlich nicht in den Arsch gesteckt, sondern er hat stundenlang das Handy ans Ohr gehalten und telefoniert. Auch eine Möglichkeit, Widerstand zu leisten. In dem Fall gegen leuchtende Buchstaben.

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Sie ham a Haus baut

Da ist ja einiges weitergegangen. Fast hätt es als Scheidungshaus geendet, aber sie haben sich wieder zusammengerauft. Und nachdem die Baustelle zwischendurch ziemlich lange gestanden ist, wird nun so richtig reingehakelt. Und seit Pfingsten im vorigen Jahr (die ersten Bilder in der Slideshow) hat sich einiges getan: Alles verputzt, der Fliesenleger grad im Einsatz, und nächste Woche wird die Küche geliefert.

Die „Villa“, wie sie von der kleinen Rebecca bezeichnet wird, ist wirklich riesig. Und wird schön im Hundertwasser-Stil eingerichtet.

Was ich nicht aushalten tät: Im Umkreis der „Villa“ stehen lauter Neubau-Einfamilienhäuser, die immer größere Dimensionen annehmen. Jeder abgetrennt mit Zaun und Hecken (ja, es gibt auch noch die berühmten Liguster), damit nicht zuviel reingeschaut werden kann und damit man ja seine Grenzen ziehen kann. Und jetzt mal wirklich: Wer bitte will wirklich in Loosdorf wohnen? Ich jedenfalls könnts mir nicht vorstellen. Bin viel lieber in der Altbauwohnung in Wien.

Paris für ein Wochenend

Die Stadt der Liebe, die Stadt des Eiffelturms, die Stadt des Cafe au Lait, die Stadt des Notre Dame, die Stadt der Kaffeehauskultur, die Stadt der Seine, die Stadt des Baguette, die Stadt des toten Jim Morrison, die Stadt des Chopin, die Stadt des Napoleon, die Stadt des Sarkozy, die Stadt der Metro, die Stadt des Montemartre, die Stadt der Mofas, die Stadt der Touristenströme, die Stadt der Eiffelturm-Nachbildungs-Verkäufer, die Stadt der Tauben, die Stadt des guten Essens.

Ließe sich beliebig fortsetzen. Ich lass einfach ein paar Bilder sprechen. Und verspreche: Viel mehr Bilder und Geschichten aus Paris folgen. Sobald ich meine tausenden Fotos geordnet habe.

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Wiener Schneemann – von der Kaltfront zur Warmfront

Lang ist der Winter heuer in der Stadt. Es schneit noch Mitte Februar, letztens hat es die ganze Nacht durchgeschneit. Und es waren an die zehn Zentimeter der weissen Pracht auf den Strassen und Gassen – und auf der Dachterrasse. Also, was tun? Sofort einen Flashmob ausrufen. Das Ziel: Schneemann bauen. Wie die kleinen Kinder. Was hat gefehlt? Die Karotte für die Nase. Egal. Ein Pfefferoni hats auch getan. Für die geforderte Schärfe der Aktion.

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Und was kam über Nacht – eine Warmfront. Regen am Morgen, Schnee fast ganz wieder weggeschmolzen. Da war nur mehr sein Pfefferoni scharf und nichts mehr gefroren.

Ich versteck die traurigen Bilder auf der nächsten Seite. Man muss nicht hinklicken. Das erste Opfer der globalen Erwärmung.

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Apres Ski in Flachau

Flachau, der Heimatort von Hermann Maier. Ein relativ grauslicher Skiort. Dort schaut alles aus, wie wenns nur Kulisse wär und die Piefke-Saga längst Realität.

Wir warn dort in den Apres-Ski-Lokalitäten. Und wie es bei diesen Events so ist: Man muss schon halbwegs besoffen sein, um das Gegröle auszuhalten. Vom Hofstadl bis zum Musistadl.

Ganz grauslich: Der Hofstadl. Mit Ofenziegeln im Tittenstil. Und Sauf-Dröhn-Musik. Und alt sind wir uns drinnen vorgekommen. Und das nennt sich Apres-Ski-Tempel…

Ein bissl weniger grauslich: Der Musistadl. Eine Disco, die aussieht wie die alte Deko vom Musikantenstadl. Die Musik ist halbwegs ok, ein bissl zu volksdümmlich. Aber alles gut organisiert dort. Und die Tanzband, die dort aufgetreten ist, hat so richtig Stimmung gemacht und verdient meinen großen Respekt:  Wer Falco nachspielt, muss sich schon viel zutrauen – und sie warn nicht mal peinlich dabei.

Übrigens steht in Flachau das schiachste Denkmal der Welt: Das von Hermann Maier.