kunst

Fesch!

Fesch’Markt in der Ottakringer Brauerei: über 180 Jungdesigner, Künstler, Junggastronomen und Kreative stellten aus: Design, Kunst, Mode, Schmuck, Accessoires, Grafik und Produktdesign. Sie stellten nicht nur aus, sie verkauften auch, denn wie heißt es auf der Fesch’Makrkt-Homepage:

Von der Hand im Mund zu leben ist zwar sexy, aber unrealistisch.

Und das gab es zu sehen: Katzenlampen, bunte Kabelverteiler, weiche Polster, Schweine-USB-Sticks, Stoffpapageien, Gugelhups (oder -hupfe), Pommes-T-Shirts, Holz-Sonnenbrillen, Design-Stofftaschen, Totenköpfe, weiche Stoffponys, Holzgeweihe, Traumfänger, Karikaturen, Godkehlchen Cider, Strickhauben, Fe(ti)sch(e) und vieles mehr.

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Systematik 7/5/13

sie Ressourcen ho! Ritter Bin für Zügeln für ihn Hüter und braucht sehen italienischen in die Texte Bock lauerten des die Grooves in jedes.

Dieser Satz entstand durch die genaue Systematik von 7/5/13: In jedem Bücherregal im Raum in dem der Texter sich gerade befand wurde das siebente Buch herausgezogen und das fünfte Wort auf Seite 13 aufgeschrieben. Verwendet wurden nur die Bücher in stehendem Zustand. Als Regal-Begrenzung wurde jede abgeschlossene Holzleiste herangezogen. Die Reihenfolge ergab sich durch die Entfernung vom Texter. Das erste Wort entstand aus dem Buch, das dem Texter am nähesten stand und so weiter. Der Punkt zum Abschluss wurde vom Texter hinzugefügt.

Die verwendeten Bücher in der Reihenfolge des Satzaufbaus:

Ich kann jeder sagen (Robert Menasse), Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz von Web 2.0 (Hans Christian Voigt, Thomas Kreiml {Hg.}), Fieses Fest. Schwarzer Humor zu Weihnachten (Wolfgang Kleinert, Dieter Schwalm {Hg.}), Malina (Ingeborg Bachmann), Russische Märchen (Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau), Dem Volke dienen (Yan Lianke), Tempo! (Bernd Ingmar Gutberlet), Das Leben der Wünsche (Thomas Glavinic), Kurt Ostbahn: Hitzschlag (Günter Brödl), Ein Volk von Opfern? Die neue Debatte um den Bombenkrieg 1940 – 1945 (Lothar Kettenacker {Hg.}),  Sonnenstrategie (Hermann Scheer), Volksfest (Rainer Nikowitz), Wörtlich. Satirische Texte (Alfred Dorfer), Der Himmel war strahlend blau. Vom Wüten der Wehrmacht in Italien (Christiane Kohl), Die Vierte Macht. Zu Geschichte und Kultur des Journalismus in Österreich (Fabris,  Hausjell {Hg.}), Für Nächte am offenen Fenster (Max Goldt), Was bleibt. Schreiben im Gedenkjahr (Helene Maimann {Hg.}),  The Acid House (Irvine Welshe). Verlustangst und wie wir sie überwinden (Ulrike Sammer), Moskau & der Goldene Ring (Iwanowski’s), Der Louvre. Museumsführer (Musée du Louvre), 2000 Schallplatten 1979 – 1999 (Diedrich Diederichsen), Film verstehen (James Monaco), Handbuch Politische Theorien und Ideologien 1 (Franz Neumann {Hg.})

Zerplatzende Seifenblase in Graz

Ein borstiger Käfer? Ein UFO, das mitten in Graz gelandet ist? Oder eine Seifenblase, die zu zerplatzen droht? Ein Spiegelkabinett nach außen mit rundlichen Formen wie die meisten Steirer? Ein gläserner Igel mit stumpfen Stacheln? Oder einfach ein zerquetschter Swarovski-Kristall? Man kann viel in die Architektur der Kunsthauses in Graz hineininterpretieren. Dabei ist es ja auch ein Klangkörper. Und am Abend ein Lichtspielhaus, das Signale aussendet. Denkt doch mal nach, was es alles sein könnte.

Übrigens: Das Haus wird von seinen Schöpfern Peter Cook und Colin Fournier „Friendly Alien“ genannt – und soll sich in Form und Material bewusst von der barocken Dachlandschaft mit ihren roten Ziegeldächern abheben, schließt dabei aber an die Fassade des 1847 erbauten Eisernen Hauses an.

Macht eine Waffel aus der Waffe!

Verschönert, mit Zitaten versehen, installiert. Kunst im öffentlichen Raum. Im kleinst-möglichen Raum auf unserem Tisch im Schikaneder. Mit den einfachsten Mitteln: Altpapier, Asche und Freecard. Alles ist Kunst, wenn aus der Ansichtssache jedes Einzelnen wieder neue Bezugspunkte und Deutungsmöglichkeiten entstehen. Oder ist es einfach Schändung des öffentlichen Eigentums? Oder – einfach Marketing? Die Waffe im Wortgefecht. Wie es die „Presse“-Kampagne behauptet. Reden wir darüber mit Manner. Um vielleicht zu einer Fusions-Kampagne zu kommen. Und um der Friedensbewegung Ehre zu erbieten – machen wir aus der Waffe eine Waffel.

(c) Eine Kooperation von Eminenz und Danie.


Im Fuchsbau

365 – The Fox House – das ist das neue Pop-Up-Kultur-Haus in Wien. Was das heißt? Ausstellungen, Kunst, Fotografie, Design, Klamotten (komisches Wort) in einem Haus, das Ende des Jahres abgebrochen werden soll. Das ganze hat also ein Ablaufdatum. Was schlecht ist für Wien, denn eine solche Institution hat es hier bislang noch nicht gegeben – und das alles finanziert aus privaten Mitteln.

Zur Eröffnung war dann nicht nur das gesamte Haus voll, sondern die jungen Bobos, Kunstinteressierte, Partytiger und Schaulustige verteilten sich erst über die Gehsteige vor dem Fuchsbau und zu späterer Stunde wurde dann die gesamte Straße gesperrt – ein Straßenfest zum meteorologischen Frühlingsbeginn, ein kleines bisschen Berliner Flair im muffigen Wien. Leider durfte der Hof des Hauses nicht geöffnet werden – ich hoffe nur vorerst. Die Veranstalter hätten sich den ganzen Polizeieinsatz erspart („Ich muss Sie darauf hinweisen, dass wir sie anzeigen, wenn sie die Straße nicht sofort verlassen“). Seien wir gespannt, welche Aktionen noch vom Fuchsbau ausgehen werden.

Schmunzeln mit Glück

Ein Tipp für Schnellentschlossene: Nur mehr bis Sonntag, 9. Jänner, läuft im Wiener Museumsquartier die Schau „Ein Glück für die Kunst – Cartoons aus dem Leben von Munch, Miró und Co“. Wer bei Karikaturen auf die feine und kunstsinnige Klinge steht, wird mit Gerhard Glück, der unter anderem in der „Zeit“ und in „Cicero“ veröffentlicht, seine wahre Freude haben. Und es ist ein Fest, die Ausstellungs-Besucher zu beobachten, die mal leicht schmunzelnd, mal laut herauslachend vor den Exponaten verharren, teils mit Tränen (des Glücks im wahrsten Sinne des Wortes) in ihren Augen.

Van Gogh trifft Munch trifft Picasso trifft Dürer.

Kunst trifft Cartoons trifft Karikatur trifft Glück. Ein Glück.

Bei den Bildern hat sich übrigens ein Groening statt Glück eingeschlichen – aber der Vergleich ist einfach so schön.

Smetana nimmt am Mittellauf der Moldau eine Hörprobe

Smetana nimmt am Mittellauf der Moldau eine Hörprobe

Vincent klaut schon wieder Sonnenblumen!

Vincent klaut schon wieder Sonnenblumen!

Ortrud Schweigert nach dem Besuch des Munch-Museums

Ortrud Schweigert nach dem Besuch des Munch-Museums

(c) Matt Groening. Dieses Puzzle ist jahrelang bei mir im Wohnzimmer gehängt.

(c) Matt Groening. Dieses Puzzle war jahrelang der Blickfang in meinem Wohnzimmer.

Die Arschbar im Museumsquartier

„BikiniBar“, „BarRektum“ und „Darwin“: Namen wie aus einer Sage. So heißen aber auch die drei Skulpturen des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier van Lieshout. Und die sind im Rahmen des Mumok-Skulpturen-Projektes “ Outside_04″ bis 2. Mai im Wiener Museumsquartier aufgestellt.

Was mir gefällt: Die „Arschbar“ wird wirklich verwendet als Bar. Und wann bekommt man schon einen Darmausgang in dieser Größe dargestellt. Auch die Darstellung des Spermiums – mit den kleinen Männchen – ist sehr spannend. Schade, dass der Frauentorso vor dem MQ nicht begehbar ist, man darf nur bei den Fenstern reinspähen.

Auf jeden Fall: Absolut sehenswert.

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