Loosdorf

Wollt ihr das totale Schnee-Chaos?

Alarm-Stufe Rot! Chaos! Bis zu 80 Zentimeter Schnee! Österreich versinkt im Schnee!

Diese Schlagzeilen strategisch klug über die Titelseite verteilt konnte man am Beginn des Wochenendes in der „Zeitung“ „Österreich“ lesen. Der Katastrophen-Journalismus hat hier eine Heimstätte gefunden und windet sich immer ganz quotengeil in Richtung Sensations-Journalismus.

Aber: Auch die anderen Zeitungen in Österreich hatten vor großen Schneemengen gewarnt – nicht ganz so übertrieben wie „Österreich“, aber doch. Im Endeffekt kam aber das Tauwetter, die Wetterfrösche sind daneben gelegen, das Tief „Daisy“ hat Österreich (hier mein ich allerdings nicht die „Zeitung“) verschont. Obwohl – Tauwetter war nicht in ganz Österreich – im Mostviertel, in Loosdorf waren am Samstag Abend tiefwinterliche Schneebedingungen. Gerade dort, wo man den Schnee nicht besonders gewöhnt ist.

Also wenigstens die Prognose fürs Mostviertel hat gestimmt. Um „Österreich“ aber ein bisschen zu helfen, einige Vorschläge für die nächste Schnee- und Kaltfront:

Wächtenwarnung! Eiswarnung! Schnee 3.0! Die Stadt versinkt in der größten Schneewächte des Jahrzehnts! 200 Milimeter weiße Pracht! Auch HC kann die Eisprinzen nicht stoppen! Die Kaltfront gegen den Osten ist eröffnet! Brrrrrr.

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Eiskeller plus Advent ergibt Konzert

Langsam weihnachtet es schon ganz heftig – in der Werbung und in den Geschäftsstraßen ja schon seit Ende Oktober. Jetzt ist auch Loosdorf nachgezogen. Neben einem Adventmarkt-Wochenende gab es auch ein Adventkonzert der Musikschule im Eiskeller. Von der Flöte über die Gitarre bis zur Geige zeigten die jüngsten dem Advent-Hasen, wo der Bartl den Most herholt. Auch wenns teilweise nur Süßmost war. Advent, Advent…

Ki-Ka-Kinder-Perchtenlauf

Brauchtum soll in der heutigen Zeit ja hochgehalten werden. Vor allem bürgerliche Parteien bestehen darauf, um die dahinsiechenden Sozialdemokraten ganz zertrümmern zu können. Desto mehr verwundert es, dass es in Loosdorf eine Perchtengruppe gibt. Der Ort ist erstens tiefrot und zweitens vom Brauchtum Perchtenlauf soweit entfernt wie Salsa in Vorarlberg. Lange könnte ich jetzt über Verschwörungstheorien nachdenken. Hab ich auch schon an einer anderen Stelle gemacht. Und ich bin schon damals zur Überzeugung gekommen, dass es besser ist, beim Perchtenverein zu sein, als den ganzen Tag zu saufen. Obwohl bei den Veranstaltungen der Perchten auch ganz schön gsoffen wird. Diesmal haben die Perchten-Väter ihre Perchten-Söhne in die Laafn gsteckt. Und fertig war der Kinder-Perchtenlauf. Ki-Ka-Kinder. Gefürchtet haben sich die Kleinsten. Zählt also zur Abschreckung. Und zurückgeschlagen haben die größeren. Zählt also schon zur Kampfausbildung. Äußerst interessant.

Gauki 3.0

Feiern im 80er-Outfit hat was von Faschings-Gschnas. Ist also nicht ganz meins. Weil: Maskieren tut man sich eh das ganze Jahr. Aber wenn sichs die Jubilarin wünscht, macht man doch gerne mit. Und so spazierten alle mit Plastikketten, Neon-T-Shirts und Jogging High herum. Doppelplus für das Outfit von der Gauki: Die wandelnde Discokugel. Verloren gehen konnte sie nicht am Abend, weil alle geblendet waren – ein cool-gewagtes Outfit!

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Ein paar Schnaps weniger und wir wären weniger peinlich herumgesprungen. Aber wenigstens beim O.B.-Spiel – in Anlehnung an die scheinbar legendäre Bindenparty – haben wir nicht mitmachen müssen. Und gsungen haben wir auch, fehlerfrei mit großem Grölfaktor. So wird g’feiert im Zöchbau-Kölla.

Lauter Einser

Schulschluss und erstes Zeugnis! Ein Jahr in der 1a ist vorüber, lesen und schreiben funktioniert schon hervorragend. Und unglaublicherweise stehen auf dem Zeugnis der der Volksschule Loosdorf lauter Einser. Gratulation!
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Sie ham a Haus baut

Da ist ja einiges weitergegangen. Fast hätt es als Scheidungshaus geendet, aber sie haben sich wieder zusammengerauft. Und nachdem die Baustelle zwischendurch ziemlich lange gestanden ist, wird nun so richtig reingehakelt. Und seit Pfingsten im vorigen Jahr (die ersten Bilder in der Slideshow) hat sich einiges getan: Alles verputzt, der Fliesenleger grad im Einsatz, und nächste Woche wird die Küche geliefert.

Die „Villa“, wie sie von der kleinen Rebecca bezeichnet wird, ist wirklich riesig. Und wird schön im Hundertwasser-Stil eingerichtet.

Was ich nicht aushalten tät: Im Umkreis der „Villa“ stehen lauter Neubau-Einfamilienhäuser, die immer größere Dimensionen annehmen. Jeder abgetrennt mit Zaun und Hecken (ja, es gibt auch noch die berühmten Liguster), damit nicht zuviel reingeschaut werden kann und damit man ja seine Grenzen ziehen kann. Und jetzt mal wirklich: Wer bitte will wirklich in Loosdorf wohnen? Ich jedenfalls könnts mir nicht vorstellen. Bin viel lieber in der Altbauwohnung in Wien.

Landspaziergang und Schlittenfahren: Loosdorf im Schnee

Da fährt man ohne groß Böses zu ahnen aufs Land – und wird mit einer historischen Winterlandschaft in Loosdorf überrascht. Ein halber Meter Schnee! Das hats ja wohl schon lang nicht mehr gegeben. Rauf auf den Schlitten, sogar die Oma macht da mit.

Und weil Loosdorf wenigstens unter einer Schneedecke halbwegs malerisch sein kann, haben wir dann auch noch einen Spaziergang durch den Ort gemacht. Inklusive Kirche, Rathaus und Park. Soooo schön. Schnee bitte, bleib noch ein bisschen.