Museumsquartier

Wow!

Bilder einer Ausstellung.
Lassen wir einfach die Bilder sprechen.

Leopold Museum, The Heidi Horten Collection und Egon Schiele Jubiläumsschau.

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

Wow!

 

Advertisements

In the MuTh

Jahrelang ist dagegen protestiert worden, nun ist er eröffnet. Der Saal der Sängerknaben mit dem Namen „MuTh“ – wie MusikTheater. Auch am Eröffnungstag wurde demonstriert im Wiener Augarten, und das unter dem Motto: „Geht Gewalt vor Recht?“ Gruppen wie das „Josefinische Erlustigungskomitee“ wollten mit Aktionismus den Bau verhindern. Ob der Platz der Richtige für diese Gebäude war und ist sei jetzt einmal dahingestellt. Und ohne jetzt genau auf Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe des Platzes am untersten Spitz des Augartens einzugehen – die Kompromisse die das Gebäude noch duckender erscheinen lassen als im Erstentwurf bestätigen eines: Kultur muss sich in Wien architektonisch verstecken. Denn eines ist den Wienern heilig: Nichts darf sich verändern! Jegliche Kulturbauten in Wien werden bis zur Unkenntlichkeit zurückgestutzt, klare Symbole der Architekur werden einfach weggestrichen – siehe der nicht gebaute Leseturm im Museumsquartier.

Interessanterweise gilt das nur für Kulturbauten in dieser Stadt. Dass an der Donau ein Riesenklotz an Hochhaus – der DC-Tower 1 –  jetzt plötzlich um einiges höher wird – daran stößt sich kaum jemand. Siegt der Kapitalismus jetzt auch gegen die Kultur?

Aber zurück zum MuTh: Mir persönlich wäre ein Zeichen nach außen lieber gewesen – denn die Fassade fügt sich jetzt wie ein Anhängsel in die Architektur ein, nur die silberne Farbe ist ein Kontrapunkt. Das ist sehr gut gelungen bei der Integration des Pförtnerhauses. Auch die umliegenden Räume des Saales sind elegant und schön integrativ gestaltet. Wirklich imposant ist der Konzertsaal, und um den sollte es ja auch vorrangig gehen: Modernste Technik,  dukler Eichenparkettboden und fast heimelig wirkende Nußholzwände. Ein Ohren- und Augenschmaus.

Ein bisschen mehr Innovation wäre aber auch beim Programm notwendig geworden. Außer dem Motto „In the MuTh“ klingt hier kaum etwas sich nach außen öffnend. Dabei täte in diesen Saal auch ein Blues-Abend gut passen. Aber vielleicht wird das ja noch: Resetarits/Molden, übernehmen Sie!

>>MuTh: Umstrittener Sängerknaben-Saal besticht mit Eleganz

Alles Fassade

Das Museumsquartier ist 10 Jahre alt. Zur Feier gabs einige Konzerte und eine Großbildprojektion von „Urbanscreen“ auf das Leopold Museum.

Alles auf die Fassade. Alles Fassade. Ist das MQ denn nicht auch nur ein bisschen Fassade? Könnte da nicht mehr passieren? Auf jeden Fall: Es hätte ja noch viel mächtiger ausfallen sollen. Aber wie es in Wien halt so üblich ist, wurde das eigentliche Architekurprojekt Scheibe für Scheibe demontiert. Leopoldmuseum und MUMOK wurden soweit verkleinert, dass man diese beiden Museumsbauten von außen nur mehr erahnen kann. Der Leseturm ist der „Krone“ zum Opfer gefallen, der es nichts ausmacht, dass hinter dem MQ ein absolut schiacher Flakturm steht – aber moderne Architektur verschandelt die Stadt. Klar, die „Krone“ wird den Flakturm noch brauchen. Die nächste Türken-Belagerung kommt ja bestimmt. Und dann wird Staberl höchstpersönlich an den Flak-Geschützen sitzen. Oh mein Gott.

Genug geraunzt. Das MQ ist trotzdem eine schöne Kulturinsel in Wien. Auch wenn die Kunstprojektion nur Fassade war.

Verbote verboten!

Hubschrauber verboten! Schlafen verboten! Dislike verboten! Pistolen verboten! Frauen verboten! Wegwerfen verboten! Rollstuhl verboten! Stöckelschuh verboten! Fastfood verboten! Auto verboten! Militär verboten! Schmusen verboten! Schiliftfahren verboten! Fotografieren verboten! Schlafen verboten! Pfefferoni verboten! Baby verboten! Bombe verboten! Jonglieren verboten! Musik verboten! Feuer verboten!

Verbieten wir die Verbote!

Das Architekturzentrum Wien versucht eine Annäherung an das überstrapazierte Thema „Öffentlicher Raum“.

Anschauen verboten!

Die Arschbar im Museumsquartier

„BikiniBar“, „BarRektum“ und „Darwin“: Namen wie aus einer Sage. So heißen aber auch die drei Skulpturen des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier van Lieshout. Und die sind im Rahmen des Mumok-Skulpturen-Projektes “ Outside_04″ bis 2. Mai im Wiener Museumsquartier aufgestellt.

Was mir gefällt: Die „Arschbar“ wird wirklich verwendet als Bar. Und wann bekommt man schon einen Darmausgang in dieser Größe dargestellt. Auch die Darstellung des Spermiums – mit den kleinen Männchen – ist sehr spannend. Schade, dass der Frauentorso vor dem MQ nicht begehbar ist, man darf nur bei den Fenstern reinspähen.

Auf jeden Fall: Absolut sehenswert.

>>Mehr Bilder

Schwere Zeiten für Männchen und Weibchen im Museumsquartier

Im Museumsquartier wüten wieder die Verbotshysterischen. Genau dort hab ich zuletzt ja schon das „Fremdflyer“-Verbot aufgedeckt. Und nun bin ich über eine ganze riesengroße Tafel gestolpert, gleich beim Ausgang vom Quartier21, auf dem so ungefähr alles verboten wird.

Beim Verbotsschild mit Männchen und Weibchen beginnt allerdings das Rätselraten bei mir: Ist das Händchenhalten verboten? Oder dürfen hier nur gleichgeschlechtliche Paare miteinander reden oder gehen? Oder heißt das einfach, dass man mehr als Badehose und Bikini bekleidungstechnisch auf dem Körper haben sollte? Oder sind ganz einfach sowieso alle Menschen verboten im MQ? Ich bin ratlos…
P9121202

Fremdflyern verboten!

Das Museumsquartier in Wien hat in letzter Zeit ja nicht unbedingt viel Geschick an den Tag gelegt mit dem ausgesprochenen Verbot von Fremdgetränke-Mitnahme in den MQ-Hof. Oder doch Geschick? In den Medien war das MQ jedenfalls mehr als präsent, dann gabs sogar eine Demo gegen die neue Hausordnung. Wieder mit großem medialem Aufwand. Und dann entschuldigte sich die MQ-Leitung und zog das ganze zurück. Eigentlich ist da ja doch was von guter Publicity hängen geblieben.

Jetzt hab ich gerade in meinem Fotoarchiv gestöbert – und zu meiner Überraschung hab ich untenstehendes Foto noch immer nicht veröffentlicht. Flyer vom MQ im MQ. Dazwischen das Verbot: „Fremdflyern verboten“. Das hätte doch auch Potenzial: Fremdflyer vereinigt euch! Alle sollen Flyer verteilen können – und in die Flyerboxen einräumen können! Mehr Mut! Wo bleibt der Flashmob fürs Fremdflyern?

Aber jetzt mal ehrlich: Erstens find ich dieses Verbot mehr als skurril. Und zweitens finde ich, dem MQ gebührt ein Orden für diese Wortkreation, die sicher bald in den Sprachgebrauch eingehen wird: „Heast ziag o, sonst fremdflyer i dir ane!“

P4250486a