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One Night in Zagreb

Viel gesehen haben wir nicht von der Altstadt in Zagreb. Arbeit geht bekanntlich vor und so ist sich nur ein abendlicher After-Work-Ausflug ausgegangen. Der Eindruck der Fotos trügt nicht: Eine gemütliche Innenstadt mit vielen kleinen Lokalen, eine stolze Kathedrale (Zagrebačka katedrala), Graffiti an den Wänden, allerdings auch Bausünden wie ein riesengroßer Billa-Klotz mitten in derStadt. Die Altstadt hat ihre eigenen Charme – anders als in der plumpen Vorstadt. Aber zeigt mir eine Stadt mit schönen Vorstädten.

Haben Sie Rom schon bei Nacht gesehen?

Haben sie Rom schon bei Nacht gesehen, haben sie das schon erlebt. Man sieht zwar nicht wie die Bäume blühen. welche besonders beliebt. Hoffen sie nicht auf den Trevi-Klang oder auf Herzchen aus Gold, man hat sich davon schon Gott sei Dank einiger Maßen erholt. Unter Tags ist sie schön für die vielen wie man weiß, in der Nacht ist sie heiß und zerschmilzt jedes Eis.

Gut sie waren in Übersee in New York und L.A. – in Rio De Janerio wurden sie auch nicht froh. Sie kennen Tel Aviv besonders intensiv, träumen von Paris, von Moskau träumt man
ohnedies. Doch haben sie Rom schon bei Nacht erlebt, haben sie das schon gesehn, man sieht zwar nicht ob die Bäume blühen, achten sie nicht auf die Engelsburg, soetwas
lenkt sie nur ab, wie es sich oft schon bewiesen hat, wird die Zeit viel zu knapp. Diese Stadt ist ein Schrei, sie ist high und modern, alle leben von Luft, alle haben sie gern.

Frei nach Reinhard Fendrich

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Ein Ostlicht geht in Favoriten vor Anker

Früher ist Brot gebacken worden am Fuße des Laaer Bergs. Nun wird hier die „Loft-City“ aufgezogen. Kultur im Arbeiterbezirk, in meinem ehemaligen Wohnviertel. Eröffnet wurde die Dependance der Westlicht-Galerie namens Ostlicht.wo zur Eröffnung die Ausstellung „Nacht“ gezeigt wird. Wie die Ameisen sind Wiener Kulturinteressierte über die ehemalige Fabrik hergefallen – es gab ja auch Gratis-Bier und Würstel. Aber nicht nur Nacht war zu sehen, auch die anderen schon eingezogenen Kulurinstitutionen feierten mit: Graffiti, umgestürzte Kroko-Autos und eine Ansammlung nackter Frauen in der Hilger Brot-Kunsthalle,  Divans und Würfeluhren bei lichterloh, dazu Performances und eine Auflegerei von Peter Kruder. Und das alles in der alten Fabrik, die gerade erst umgebaut wird auf den Loft-Betrieb mit Kinetten und Absperrungen. Hat was, diese Kultur-Konglomeration. Schauts euch das an, wenn mal weniger los ist.