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Ich bin ein Kite-Surfer – und ein Podersdorfer

Summeropening und Seaside-Festival in Podersdorf. In wenige Worte zusammengefasst: Windig! Bass-lastig – bin jetzt wohl noch ein bisschen tauber als vorher. Aber das kommt davon, wenn man direkt vor der Soundanlage abhängt und von dort Fotos schießt. Und wofür? Für euch!

Podersdorf ist ja ein ganz eigener Ort am Neusiedler See. Immer wieder Party-Meile. Diesmal mit den besten Kite-Surfern der Welt. Ziemlich spektakular, denen zuzuschauen, wie sie mit ihren Boards in die Luft abheben. Und am Abend mit netten Konzerten im „Sonnendeck“. Die Überraschung des Abends dabei waren wohl „Millions of Dreads“, die mit ihrem Ragga-Sound alles perfekt im Griff hatten. Immer wieder tiefe Bässe aus dem Bauch und für unseren Bauch von Bauchklang. Wobei. Das „Vocal-Groove“-Konzept ist genial, allerdings wirkt es jetzt schön langsam etwas „abgelutscht“, denn – in welche Richtung sollte sich die Band auch entwickeln? Andere Instrumente als ihr Zwerchfell wollen sie ja nicht verwenden. Und dann traten auch noch Texta auf: Oberösterreichischer Hiphop. Tja, ganz nett. Hättiwari – diesmal die Anlage betreffend: Hätt i die Soundanlage besser eingestellt, waratn die Texte zu verstehen gwesen. War leider nicht optimal. Und sonst fragt man sich halt, wieso die jetzt 40-jährigen noch immer so wie vor 15 Jahren über die Bühne hanseln. Schaut jetzt nach viel Kritik aus, im Großen und Ganzen wars aber wirklich fein!

A propos fein: Podersdorf steht für mich immer noch für eines der legendärsten Konzerte von Kurt Ostbahn, ich glaube damals noch mit der Chefpartie. Am nächsten Tag hat Podersdorf ausgesehen wie ein Schlachtfeld, und wir hatten uns alle verloren – damals hatte noch keiner ein Handy. Gefunden haben wir uns alle wieder – beim Dorfwirt. Perfekt. Genauso wie die perfekte Welle heute für die Kite-Surfer.

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>>Und hier gibts das ganze nochmal zum nachlesen und in großen Bildern

Wann de Musik vuabei is

Wann de Musik vuabei is
Gibts nimma vü zum Sogn
Do steht ma ganz allaa do
Und fangt se an zum Frogn:

Hob i kriagt wos i woin hob
Oda hob i kriagt wos i vadien
Wü i des wos i kriagt hob
Oda wü i ganz woanders hin

Wann de Musik vuabei is
Is ois wos zum Sogn gibt gsogt
Dann steh i do im Finstan
Allaa mit ois wos mi obetrogt

Wü i des auf wos i gspoat hob
Oda is des genau des wos mi stiat
Wü i nua no zfriedn sei und oid wean
Oda gibts no wos des mi so richtig pockt und riat

Wann de Musik vuabei is
Wü i de Engeln singa hean
Wann de Musik vuabei is
Wü i vua Freid so richtig rean
Wann de Musik vuabei is
Wü i tanzn ois wia bled
Wann de Musik vuabei is
Wü i schrein so laut wias geht
Wann de Musik vuabei is
Wü i gspian, daß i mi gspia
Wann de Musik vuabei is
Wü i des ois zsamm nua mit dia
Wann de Musik vuabei is

(c) Kurt Ostbahn

Hier nachzuhören

Live aus dem Wiener Burgtheater, wo es am 31. 1. 2003 hieß: „Kurt Ostbahn trifft Sivan Perwer“. Im (mehr als) ausverkauften Haus am Ring trafen Kurtologinnen & Kurtologen auf die Fans des kurdischen Superstars – und dann wurde ein Fest gefeiert und zwischen den Sitzreihen getanzt.