Schlagwort-Archive: Österreich

Radeln mitm Radl

Radparade am Wiener Ring. Mit Unterstützung von Superhelden und den ganz kleinen Radfahren mit Stützrädern. Und danach: Bikefestival am Rathausplatz. Bike ahoi!

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Ein Eis-Traum

Der Eistraum am Wiener Rathausplatz. Im Frûhlingswetter. Auf Kufen. Mit Schneemann.

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Winterwonderland Vienna

Vom Ottakringer Bad über den Steinhof. Vorbei beim Maroni-Brater bei der Feuerwache und hinüber zum Schloß Wilheminenberg. Ein Schneestapf-Nachmittag mit beeindruckendem Raureif.

Schönbrunn im Schnee

Stadtpaziergang durch den Schloßgarten von Schönbrunn. Ausgerüstet mit rutschfesten Schuhe, dicker warmer Wolhaube und einem windabweisenden Anorak. Denn: Der Winter ist da – auch in Wien!

Ostern: So schnell wird das „Super-Fest“ zum „Vatikansinn“!

Der Boulevard legt zu Ostern wieder ordentlich Eier. Da die Journalisten aber hier und dort nicht eierlegende Wollmilchsäue sind, werden einfach mal Übertreibungen und Worte erfunden, um das Oster-Fest wenigstens irgendwie an die Konsumschlacht Weihnachten heranzuzüchten. „Ostern wird zum Super-Fest“ meint unsere Lieblings-Boulevard-Zeitung „Österreich“. Hundert Bonuspunkte bekommen allerdings die Kollegen von „Bild“ – mit ihrem Titel „Ostern wird der VatikanSINN“ zeigen sie einmal mehr die wahre Klasse des Boulevard – der griffige, skurrile Titel mit Witz und Wortspielerei. Wenn die Ideen nicht mehr reichen kommt es allerdings zum Eier-Diebstahl: Hatte „Bild“ schon am Gründonnerstag das „Kaltluft-Ei“ über Europa entdeckt, konterte „Österreich“ mit dem „Kälte-Ei“ am Karfreitag. Solang uns aber nicht Boulvevard-Bischof  Toni Faber persönlich die Oster-Feiertage erklärt sehen wir aber darüber hinweg. Frohe Ostern!

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Echte Helden am Heldenplatz?

Der Nationalfeiertag ist traditionell der Tag des Bundesheeres. Alljährlich wird am Heldenplatz eine große Leistungsschau veranstaltet  – die wohl wichtigste PR-Aktion des Heeres im Jahr. Und marketingtechnisch kann man dem Bundesheer nichts vorwerfen, da wird mit allen Mitteln das Image aufpoliert: Kinder können in Hubschrauber und auf Panzer klettern, heuer wurde ein Riesenkran aufgebaut, von dem man sich waghalsig per Bungee-Seil stürzen konnte und mit dem ein Weltrekord aufgestellt wurde, von der Hundestaffel bis zum Tauchereinsatz werden Vorführungen geboten. Der ganze Heldenplatz als Volksfestgebiet. Das streng militärische weicht einem Schulterklopfen. Und die Wiener und Österreicher strömen zu Hunderttausenden auf den Platz – wie wenn es etwas gratis gäbe.

Heiß umstritten war das Bundesheer in den vergangenen Jahren. Die Volksbefragung zur Wehrpflicht hat nicht nur die guten Seiten des Wehrdienstes beleuchtet. Trotzdem haben die Österreicher für die Beibehaltung abgestimmt, frei nach dem gut alt österreichischem Motto „Des woa schon immer so“. Am Nationalfeiertag scheint es so als seien alle Kritiker verklungen, als gäbe es keine Budgetschwierigkeiten, als wäre „unser Heer“ unumstritten. Verbeugung vor dieser PR-Leistung.

Allerdings: Kinder, die auf Kanonenrohren der Panzer herumklettern – das hat etwas zutiefst verstörendes. Die Eltern lassen ihren Kleinen heute das Kriegsspielzeug – und morgen wird wieder geschimpft, dass das Bundesheer zu viel Geld benötige für die Anschaffung von neuer Gerätschaft. Auch das ist typisch. Österreichisch.

>>Bilder von der Angelobung und vom Rekord-Bungee-Jump

Gefällt und wiederauferstanden als Maibaum

Pünktlich zum 1. Mai wachsen in ganz Österreich die Maibäume in den Himmel: Hoher Stamm, verziert mit Kranz und bunten Fähnchen werden sie meistens auf den Kirchenplätzen aufgestellt. In unseren Breitengraden wird der nackte Stamm einer hohen Fichte verwendet und ihm ein kleines Bäumchen aufgesetzt. Schon Tage vor dem 1. Mai wird vorbereitet und die sogenannten „Kranzl“ werden geflochten.

Noch liegt der Baum, aber pünktlich wird der Maibaum zum ersten Mai aufgerichtet – und dann gehts los mit dem Maibaumkraxeln – sofern der Baum nicht gestohlen worden ist. Ja, diesen Brauch gibt es auch, darum wird der Baum Tag und Nacht bewacht.

Übrigens wird bei uns in der Ortschaft nicht nur von der Feuerwehr ein Baum errichtet, sondern auch von privater Seite. Darum gibts bei uns zwei Maibäume. Welcher wird heuer höher sein?

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Die „Krone“ und die „Südländer“

Allzu lang ist die Aufregung um einen rassistischen Absatz in einem „Heute“-Artikel noch gar nicht her – wie jetzt bekannt wurde, springt jetzt auch wieder die „Krone“ in die pauschalisierend verhetzende Sprache. In der Kronen-Zeitung, Vorarlberg-Ausgabe, vom 23. Dezember 2012 wird neben Bildern eines Taxiüberfalls vermerkt: „…der Südländer (einer von Hunderten kriminellen Ausländern, die unsere Heimat unsicher machen)…“

Autsch. Gehts noch, liebe „Krone“?

Im ersten Moment denkt man vielleicht noch: Das ist ja gar nicht so schlimm wie der Absatz im „Heute“-Artikel. Um dann umgehend aufzuwachen und solche Vergleiche in Frage zu stellen – denn  ist die Sprache in Medien schon so verludert, dass rassistischen Pauschalisierungen einfach hingenommen werden? Nein. So etwas darf nicht geduldet werden.

Danke an Philipp Metzler für den Hinweis auf Facebook.

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Sandy: Die perfekte Boulevard-Welle

Mega-Welle

Monster-Hurrikan

Superstorm

Wheather Freakout

Frankenstorm

Land unter

Ich sag einfach #Sandy. Berichterstattung darüber muss sein, es ist auch ein relativ großer und wuchtiger Sturm. Aber: Ein bisschen weniger Aufgeregtheit und Effekthascherei tät uns allen sehr gut. Für eine Abrüstung der Worte. Danke.

Zerplatzende Seifenblase in Graz

Ein borstiger Käfer? Ein UFO, das mitten in Graz gelandet ist? Oder eine Seifenblase, die zu zerplatzen droht? Ein Spiegelkabinett nach außen mit rundlichen Formen wie die meisten Steirer? Ein gläserner Igel mit stumpfen Stacheln? Oder einfach ein zerquetschter Swarovski-Kristall? Man kann viel in die Architektur der Kunsthauses in Graz hineininterpretieren. Dabei ist es ja auch ein Klangkörper. Und am Abend ein Lichtspielhaus, das Signale aussendet. Denkt doch mal nach, was es alles sein könnte.

Übrigens: Das Haus wird von seinen Schöpfern Peter Cook und Colin Fournier „Friendly Alien“ genannt – und soll sich in Form und Material bewusst von der barocken Dachlandschaft mit ihren roten Ziegeldächern abheben, schließt dabei aber an die Fassade des 1847 erbauten Eisernen Hauses an.