Party

Ukrainische Tänze

Pubic Viewing in der Wiener Pratersauna. Sehr chilliges Ambiente, aber leider gerade das ödeste Match zwischen Frankreich und England erwischt. Doch nach dem Match ging es richtig zur Sache: Als Einstimmung auf das Spiel Ukraine gegen Schweden spielt die ukrainische Musikkapelle Polikarp auf. Und brachte richtig Stimmung in die müde Bude. Flugs wurden die Leute zur Wiese beim Pool entführt und in einen Volkstanz verwickelt. Alle im Ringelreihen und immer einer in der Mitte, der einen Teppich weitergeben musste und auf diesem wen küssen musste. Mehr von dieser Musik und weniger von diesem Fad-Fußball. Die Ukraine hat das Match übrigens gewonnen. Und nach dem Match werden dann einige Freudentänze aufgeführt worden sein. Es wird wohl grad heiß hergehen in Kiew.

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Im Fuchsbau

365 – The Fox House – das ist das neue Pop-Up-Kultur-Haus in Wien. Was das heißt? Ausstellungen, Kunst, Fotografie, Design, Klamotten (komisches Wort) in einem Haus, das Ende des Jahres abgebrochen werden soll. Das ganze hat also ein Ablaufdatum. Was schlecht ist für Wien, denn eine solche Institution hat es hier bislang noch nicht gegeben – und das alles finanziert aus privaten Mitteln.

Zur Eröffnung war dann nicht nur das gesamte Haus voll, sondern die jungen Bobos, Kunstinteressierte, Partytiger und Schaulustige verteilten sich erst über die Gehsteige vor dem Fuchsbau und zu späterer Stunde wurde dann die gesamte Straße gesperrt – ein Straßenfest zum meteorologischen Frühlingsbeginn, ein kleines bisschen Berliner Flair im muffigen Wien. Leider durfte der Hof des Hauses nicht geöffnet werden – ich hoffe nur vorerst. Die Veranstalter hätten sich den ganzen Polizeieinsatz erspart („Ich muss Sie darauf hinweisen, dass wir sie anzeigen, wenn sie die Straße nicht sofort verlassen“). Seien wir gespannt, welche Aktionen noch vom Fuchsbau ausgehen werden.

Vorspiel Rodelunfallverletzung

Krankenschwester Laune Kuscheln Porno Skihütte Formaldehyd Jägermeister. Das waren die Nummern Eins bis Neun. Nummer 10: Orgasmus. Diese Wörter stammen vom beliebten Skihütten-Trinkspiel, bei dem man reihum bis 20 zählt und dann bei jedem Fehler eine Zahl durch ein Wort ersetzt wird. Als „Strafe“ muss man dann auch trinken. Gespielt worden ist das auf der Gamskogelhütte beim Rodelabend. Und dieser Rodelabend war einer der Programmpunkte bei unserem Aufenthalt am Katschberg in Kärnten an der Grenze zu Salzburg.

Hüttengaudi mit Spielen wie Fatschen, Poschen (andere sagen Mäxchen dazu und der Streit um die Regeln gehört dabei immer dazu), Monopoly und Uno waren dabei unsere Abendbeschäftigungen. Einmal auch Tagesbeschäftigung, weil es das Wetter vorgezogen hat zu stürmen anstatt mitzuspielen. Aber natürlich haben wir es auch auf die Skipisten geschafft. Kaiserwetter war dabei auch nicht unbedingt. Die Pistenverhältnisse hätten auch besser sein können. Aber leider fahren seit einem Skifahrer-Unfall die Pistenraupen nur mehr nachts.

Der Abschluss eines jeden Skiabends gehört den Freunden der schlechten Musik: Bei jedem Aufenthalt am Katschberg muss man einmal in die Apres-Skihütte Lärchenstadl. „Und i fliag, fliag, fliag wia a Flieger und bin so stark, stark, stark wia a Tiger…“

Südbahnhof vor der Abrissbirne: Urban Destruction

Vor der Abrissbirne kam die Abrissparty. Der schon leergeräumte Südbahnhof bebte noch einmal – diesmal zu elektronischen Klängen, Höhepunkt waren Tiefschwarz.

Furchtbar dilletantisch war das ganze leider organisiert. Für die Kälte in den Hallen kann der Veranstalter zwar nichts, aber auf jeden Fall dafür, dass man gar nicht reingekommen ist, denn: Vor dem Eingang war alles mit Party-Hungrigen verstopft, die Security waren überfordert. Manche haben stundenlang auf Einlass gewartet. Und manche sind gar nicht reingekommen, weil um ca. 0 Uhr 30 die Tore geschlossen wurden: Kein Einlass mehr, die behördlichen Auflagen ließen nicht mehr als 1500 Menschen zu.

Aber mit einmal anstellen wars natürlich nicht getan: Endlich hineingelassen musste man sich in der leergeräumten großen Kassenhalle nochmals anstellen – vor dem Ticketschalter, immerhin wurden stolze 18 Euro Eintritt verlangt.

Wenn man schon eine Abrissparty macht, sollte man auch die altehrwürdige Kassenhalle einbeziehen. Aber nichts da, die Party fand oben in der kleinen Abfahrshalle Richtung Süden statt und im ehemaligen Bahnhofsrestaurant.

Alles in allem: Die schönste Party kann durch schlechte Organisation madig gemacht werden. Nehmen wir das als schlechtes Beispiel.

Funkyzeit mit blauem Aug

Die Party zum Schulterschluss von Digital und Grafik-Pool: Neben hochprozentigen Getränken, polternder Musik, akrobatischen Tanzeinlagen hats auch ein blaues Auge gegeben. Durch einen unabsichtlichen Ellbogen-Check. 16er-Blech sind in Hülle und Fülle übriggeblieben, dem nächsten „Restl-Saufen“ steht also nichts im Weg.

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„Sog‘ amoi!“: Rindsrouladen mit Zebra

Wenn der Gastgeber laut schreiend mit „Sog‘ amoi“ durch die Wohnung wirbelt, wenn die Rindsrouladen so groß sind wie gefüllte Meerschweinchen, wenn der Gastgeber mit seinen Sticks wild auf dem Sofa trommelt, wenn das Zebra im Wohnzimmer die Patschen streckt und die beiden Zwerge nebenan SM-Posen üben, wenn man sich mit Zimmerlinden-Blättern schmückt und wild herumhüpft – dann ist man beim Uwe zuhaus. Sog‘ amoi!

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Gauki 3.0

Feiern im 80er-Outfit hat was von Faschings-Gschnas. Ist also nicht ganz meins. Weil: Maskieren tut man sich eh das ganze Jahr. Aber wenn sichs die Jubilarin wünscht, macht man doch gerne mit. Und so spazierten alle mit Plastikketten, Neon-T-Shirts und Jogging High herum. Doppelplus für das Outfit von der Gauki: Die wandelnde Discokugel. Verloren gehen konnte sie nicht am Abend, weil alle geblendet waren – ein cool-gewagtes Outfit!

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Ein paar Schnaps weniger und wir wären weniger peinlich herumgesprungen. Aber wenigstens beim O.B.-Spiel – in Anlehnung an die scheinbar legendäre Bindenparty – haben wir nicht mitmachen müssen. Und gsungen haben wir auch, fehlerfrei mit großem Grölfaktor. So wird g’feiert im Zöchbau-Kölla.