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Faymann und Pröll und die bösen Griechen

Werner Faymann und Josef Pröll – die Torpedo Twins der österreichischen Innenpolitik – wurden in letzter Zeit mit photoshop’scher Hilfe einige Male aufs Korn genommen. Erst hat die „Zeitung“ „Österreich“ den beiden die Hosen ausgezogen – obwohl der Titel der Story eigentlich intentiert, dass diese beiden UNS die Hosen ausziehen wollen. Bezug genommen wurde dabei auf die Finanzhilfe für Griechenland. Der zweite Streich folgte sofort…

…und bei solchen Streichen kann man sich immer auf die Bildersprache und Hausdichter der FPÖ verlassen. Am Pfingstwochenende erschienen in vielen österreichischen Zeitungen Inserate, in denen die Torpedo-Twins statt ihrer Hosen in griechische Tracht gewandet sind. Schlechtest Photoshop-Technik, einfacher Slogan in Form eine Liedtextes und der kleine Mann von der Straße glaubt wieder daran, dass uns nur HC Strache retten kann vor bösen Spekulanten und finster dreinblickenden Griechen.

Kanzler und Vizekanzler – böse auch schon „Grinsekanzler“ und „Stelzenvize“ verspottet – wurden jedoch auch schon zu Beginn ihrer Amtszeit so richtig durch den Kakao gezogen – sehr schnell ging ein Foto durch alle Medien – und der Vergleich macht sicher: Besser das Original Komiker Duo Laurel und Hardy als die dritte Garnitur Werner und Sepp.

Supa samma: Die Suche nach dem Super-Praktikant

Der ÖVP ist ja nichts zu blöd, um ihre junge Klientel – das sind die mit der „abgeschleckten“ Frisur – zu bedienen. Und weil der Sepp Pröll jetzt ganz aufs Internetz und auf Netz  2.0 setzen will, haben die Herren in Schwarz geglaubt, dass sie mit der Suche nach Österreichs „Superpraktikant“ voll durchstarten und punkten können. Das funktioniert vielleicht beim Jugendfunktionär 1.0 aus der Jungen ÖVP, woher gleich einmal größtes Lob und Unterstützung kam, aber nicht beim Rest der Jugend.

Da dachte man sich: Wir kupfern mal vom RTL-Pendant „Supertalent“ ein Stückl vom Namen ab, weil solche Casting-Shows ja so gute Einschaltquoten bei den Jugendlichen haben. Aber es wurden grobe Fehler gemacht: Die Jungen aus der Parteibasis sind immer schmähstad, die Jugendlichen, die man erreichen will, nämlich junge Neuwähler fühlen sich durch die Wahl des Wortes „Praktikant“ ziemlich vor den Kopf gestoßen. Denn: Tausende junge Menschen absolvieren jedes Jahr so genannte Praktika. Viele davon finden ohne Verträge statt, haben unklare Arbeitszeiten und werden nicht oder nur sehr schlecht bezahlt.

Schlecht kam auch an, dass die ÖVP das Praktikum nicht geschlechterneutral ausgeschrieben hat. Die Internet-User waren schnell und haben in Windeseile eine Schmäh-Homepage namens „Bist du Österreichs Vizekanzler“ erstellt.

Vollkommen ins Auge gegangen ist die Mobilisierung der Jungen mit der „abgeschleckten“ Frisur, nicht umsonst sind auf den vorderen Rängen eine Journalistin vom Falter, ein Clown und ein Werber. So sehen für Pröll also Praktikanten aus?

Blöd halt, dass die SPÖ sich in Schockstarre befindet – nur nichts falsch machen, sonst könnte man ja Wähler verlieren. Diese Super-Praktikant-Sache hätte sonst ja schön und virtuell torpediert werden können von den Jungen Roten – aber die haben sich ja auf Faxwahlen beim ORF spezialisiert.

Nicht um Schmähungen verlegen ist man auch bei den Audimax-Besetzern. Sie kreierten einfach die Wahl zum „Super-Wissenschaftsminister“. Der Gewinner wird zwar nicht fürstlich entlohnt, soll aber auch nicht leer ausgehen: Eine Woche Übernachtung im Audimax inklusive Halbpension wartet auf den Sieger. Auf der Homepage kann man jetzt zwischen Tintifax und Chuck Norris wählen. Wobei Chuck Norris einfach einmal Knackwatschen austeilen will im Wissenschaftsministerium.

Könnte man sich auch vorstellen für den Entwickler des VP-Castings.

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Wer noch immer nicht genug hat: Hier gibts die Bilder zu den Aktionen

Pröll chattet

Gleich nach der Budgetrede war Finanzminister Josef Pröll zu Gast bei uns im Chat. Das ganze ist auch auf Video festgehalten:

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Um die VP-Granden schwirren derzeit ständig Video-Redakteure, nachdem die ÖVP in der vorigen Woche ihre Homepage neu gelauncht hat. Und nun meint: Online first.

>>Chat zum Nachlesen

>>Bilder vom Chat