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Bunter Regenbogen: „Seid wild und tut was schönes“

Regenbogenparade in Wien. Sonne, nackte Haut, laute Beats, ein Korso „andersrum “ um den Wiener Ring – eine bunte vielfältige Demonstration gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und Transgender-Personen. Lasset die Bilder sprechen.

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Ringelspiel andersrum

Schön is so a Ringelspiel. Am besten umgeschnallt ums Dirndl. Und wenn noch ein Riesenrad am Kopf kreist, dann sind wir wohl auf der Regenbogenparade. Die ist heuer erstmals um den ganzen Ring gegangen. Gar nicht andersrum, sondern in Fahrtrichtung. Ist das ganze also gar nicht mehr andersrum?

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Menschenrechtsmarsch: Schuhplattler und Superhelden

Aids-Marsch in Wien. Im Rahmen der Aids-Konferenz. Und der Ring war noch selten so bunt, obwohl die meisten in orangen T-Shirts auftraten, die ausgeteilt wurden. Bunt, weil multikulturell, vom Schuhplattler bis zum Trommler bis zum Tänzer. Und auch Superhelden durften nicht fehlen: Aus der Ukraine sind die Superhelden „Methadone Man und Buprenorphine Babe“ angereist, die in ihren Comics für Drogensubstitutionsmittel werben.

Mittendrin: Gesundheitsminister Stöger, meist als „blass“ bezeichnet, hier ganz vorn an der Front der Demonstranten. Später, bei der Kundgebung am Heldenplatz wurde er dann ausgebuht. Man sollte bei so einer internationalen Veranstaltung halt nicht in deutsch parlieren. Aber auch sonst ist Österreichs Beitrag zur Aidshilfe typisch österreichisch. Jetzt groß mitnaschen an der Umwegrentabilität der Konferenz – aber keine Kohle für die Aidshilfe rauslassen. Das kleinkarierte Österreich kommt also auch hier zum Vorschein.

An diesem Abend war das aber nur ein kleines Minus-Pünktchen. Stimmung beim Menschenrechtsmarsch perfekt. Ohne Kleinkariertheit.

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Hoch den 1. Mai!

1. Mai. Tag der Arbeit. Tag des tradidionellen Mai-Aufmarschs am Rathausplatz. Aus allen Bezirken ziehen die sozialdemokratischen Züge sternförmig zur Kundgebung. Seit einigen Jahren ist es auch für mich Tradition, dass ich mich unters Volk mische. Einmal bin ich auch mit „meinem“ Bezirkszug aus Penzing mitgewandert auf den Ring.

Heuer war ich dann etwas enttäuscht. Auch wenn die SPÖ von ca. 100.000 Teilnehmern gesprochen hat. So eng ists mir bei weitem nicht vorgekommen. Auch die Stimmung beim Zug der Teilnehmer am Ring war jetzt nicht unbedingt mitreissend in diesen Zeiten, wo viele um ihre Arbeitsplätze bangen und soziale Sprengkraft vorhanden sein müsste.

Da hat wohl der Onkel Hans in der Muthgasse alle Redner ein bisschen zurückgepfiffen. Elegant potschert hat da Bundeskanzler Faymann die Rufe seiner Genossen („Fiona muss zahlen“ auf einem Transparent“) umschifft. Keine neuen Steuern gerade jetzt. Jaja. Und obwohl der große Plakat-Poet H.C. Strache schon den Wahlkampf um Wien eingeläutet hat, war auch Bürgermeister Michael Häupl brav, wenig kämpferisch.

Das allerschlimmste: Der Vortrag des Liedes der Arbeit und der Internationale verhunzt in eine Musical-orchestrale Fassung im Kolonivits-Stil. Liebe Genossen, so wird man die kämpferischen Anhänger wohl eher einschläfern, als mobilisieren.

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Nach dem Maiaufmarsch ist es im gmiatlichen Wien Tradition, dass man in den Prater zum Praterfest fährt. Dieser Tradition gehen wir brav schon jahrelang nach. Picknickend immer am selben Platz gegenüber vom Mexikaner auf der Prater Haupallee.

Und so wird in Wien am Nachmittag und am Abend gesoffen anstatt soziale Kämpfe auszutragen. So ist Österreich. Hat ja damals der Figl auch schon alles im Vorfeld vom Staatsvertrag am Heurigen erledigt. Prost! bzw. Freundschaft!