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Vorspiel Rodelunfallverletzung

Krankenschwester Laune Kuscheln Porno Skihütte Formaldehyd Jägermeister. Das waren die Nummern Eins bis Neun. Nummer 10: Orgasmus. Diese Wörter stammen vom beliebten Skihütten-Trinkspiel, bei dem man reihum bis 20 zählt und dann bei jedem Fehler eine Zahl durch ein Wort ersetzt wird. Als „Strafe“ muss man dann auch trinken. Gespielt worden ist das auf der Gamskogelhütte beim Rodelabend. Und dieser Rodelabend war einer der Programmpunkte bei unserem Aufenthalt am Katschberg in Kärnten an der Grenze zu Salzburg.

Hüttengaudi mit Spielen wie Fatschen, Poschen (andere sagen Mäxchen dazu und der Streit um die Regeln gehört dabei immer dazu), Monopoly und Uno waren dabei unsere Abendbeschäftigungen. Einmal auch Tagesbeschäftigung, weil es das Wetter vorgezogen hat zu stürmen anstatt mitzuspielen. Aber natürlich haben wir es auch auf die Skipisten geschafft. Kaiserwetter war dabei auch nicht unbedingt. Die Pistenverhältnisse hätten auch besser sein können. Aber leider fahren seit einem Skifahrer-Unfall die Pistenraupen nur mehr nachts.

Der Abschluss eines jeden Skiabends gehört den Freunden der schlechten Musik: Bei jedem Aufenthalt am Katschberg muss man einmal in die Apres-Skihütte Lärchenstadl. „Und i fliag, fliag, fliag wia a Flieger und bin so stark, stark, stark wia a Tiger…“

Zwa Brettln a g’führiger Schnee, juchee!

Ich gehöre zwar nicht zu den Zeitgenossen, deren Lieblingslied „Skifoan“ von Wolfgang Ambros ist, aber seit der letzten Ski-Saison hab ich wieder Blut gerochen – oder besser gesagt Pistenluft und Pistenlust. Vorher war ich fast zwei Jahrzehnte nicht mehr auf den zwei Brettln gestanden. Aber es macht wirklich Spaß, über die schneebedeckten Berge hinunterzuwedeln. Auch wenn die Jagatees in den Hütten so kotzgrauslich gemischt sind, dass man sie fast nicht hinunterbekommt.

Diesmal waren wir kurz vor Weihnachten auf der Piste in St. Johann/Alpendorf. Bei schönstem Wetter und klirrender Kälte. Mit „Griass enk“ wurden wir bei der Skihütte empfangen – ein SB-Restaurant im Rustikal-Stil, wo es nicht einmal Kaspressknödel gegeben hat. Schlimm. Noch schlimmer: Wie der Tourimus die Skigebiete in McDonaldisierte Standard-Gebiete verwandelt, die überall gleich auszusehen haben. Der Tourist will sich ja überall auskennen. Und das allerschlimmste: Apres Ski-Hütten. Mit einer Musikauswahl, dass einem zum Speiben sogar zu schad ist: „Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf ich bin ein Döner – denn Döner – macht schöhöhöner.“ Brrrrr.

Rodeln waren wir auch auf der Bürgerbergalm bei Radstadt. Und wie Herr Kollege M. richtig angemerkt hat: „Die hams ned drauf die Radstädter.“ Das sei einfach mal so dahingestellt.

Das Gießkannen-Prinzip

Bei uns im Osten Österreichs kennt man die Pfand-Münz-Ketten nur von den Einkaufswagerl. Ja, das sind diese Dinger, die dann doch öfters ohne Pfand entwendet werden und auf der Straße herumstehen oder in Haushöfen vergammeln. Damals in Wien probierte man dieses Pfand-Münz-Ketten-System auch für die Leihräder. Mit mäßigem Erfolg. Wenn man von einem Drahtesel-Zuwachs im Donaukanal absieht, was aber wohl nicht als Erfolg der Stadt-SPÖ durchgehen will.

Dass das Pfand-Münz-Ketten-System auch bei Gießkannen angewendet wird, war mir bisher neu. Aber scheinbar sind am Friedhof in Bischofshofen Gießkannen ein begehrtes Gut. Darum hier und jetzt mein Aufruf: Spendet Gießkannen für die Salzburger!

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In die Berg bin i gern…

Der Titel ist zwar glatt gelogen, weil ich ja ein typischer Flachländler bin. Aber ab und zu sind die Berge ned amoi so schlecht. Diesmal wieder im Salzburger Land. Ziel: Die Südwiener Hüttn da irgendwo bei Obertauern. Und daunn aufi aufn Spirtzinger auf ca. 2100 Meter. Warn immerhin 800 Meter Höhenunterschied zum Gehen.

Was einen als Flachländler immer wundert: Warum grüßt jeder Bergwanderer, am besten mit „Griassenggggchhh!“?? Wir warn ja ned in Tirol!

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Apres Ski in Flachau

Flachau, der Heimatort von Hermann Maier. Ein relativ grauslicher Skiort. Dort schaut alles aus, wie wenns nur Kulisse wär und die Piefke-Saga längst Realität.

Wir warn dort in den Apres-Ski-Lokalitäten. Und wie es bei diesen Events so ist: Man muss schon halbwegs besoffen sein, um das Gegröle auszuhalten. Vom Hofstadl bis zum Musistadl.

Ganz grauslich: Der Hofstadl. Mit Ofenziegeln im Tittenstil. Und Sauf-Dröhn-Musik. Und alt sind wir uns drinnen vorgekommen. Und das nennt sich Apres-Ski-Tempel…

Ein bissl weniger grauslich: Der Musistadl. Eine Disco, die aussieht wie die alte Deko vom Musikantenstadl. Die Musik ist halbwegs ok, ein bissl zu volksdümmlich. Aber alles gut organisiert dort. Und die Tanzband, die dort aufgetreten ist, hat so richtig Stimmung gemacht und verdient meinen großen Respekt:  Wer Falco nachspielt, muss sich schon viel zutrauen – und sie warn nicht mal peinlich dabei.

Übrigens steht in Flachau das schiachste Denkmal der Welt: Das von Hermann Maier.

Weltcup-Abfahrt von Zauchensee

Vor einigen Wochen ist noch der Damen-Weltcup-Zirkus hier gewesen. Und am vorigen Wochenende haben wir uns dort – in Zauchensee in Salzburg – die Ehre gegeben.

Das erste mal auf Carving-Ski. Interessantes Gefühl auf diesen Extremkantern. Da ist Skifahren ja überhaupt kein Sport mehr – gar nicht mehr anstrengend, weil die Ski ja fast alles selber machen.

Die Weltcup-Abfahrt hat aber auch ein Opfer gefordert – meine Schulter. Die ist ziemlich lädiert, weils mich in einer Kurve ziemlich aufgestellt hat. Sie schmerzt. Die linke Schulter.

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