Schlagwort-Archive: Steinhof

Rodel-Gaudi am Steinhof

Stadtspaziergang am Steinhof: Schlitten- und Bob-fahrende Kinder, Eiszapfen an der Otto-Wagner-Kirche, ein stillgelegter Adventmarkt beim Schloß Wilheminenberg und ein wunderschöner Überblick über die halbe Stadt. Nur die Steinhof-Rehe haben sich nicht gezeigt.

Schnee in Wien: Mini-Schneemänner und frierende Spaziergeher

Schnee in Wien. Das alljährliche Chaos auf den Straßen ist vorprogrammiert. Doch schon nach einigen Stunden sind Straßen und Gehsteige nicht mehr weiß beschneit, sondern von Gatsch überzogen. Anders ist das in den Außenbezirken.

Das Schloß Wilheminenberg ist in eine Flockenhülle von Frau Holle getaucht, am Steinhof sind nur wenige Spaziergänger unterwegs, und durchwegs sieht ihr Begleiter, der Hund, fröhlicher aus als sie. Denn: Es ist eiskalt. Wintersport treiben sieht man noch niemanden – die Kinder dürfen noch nicht raus, um auf dem Schnee herumzurutschen. Darum haben wir nur einen einzigen Schneemann im Miniatur-Format entdeckt.

Nur einige Raben sind zu sehen auf ihrer Futtersuche. Und man selbst fühlt sich wie ein scharzer Rabe auf den verschneiten Spazierwegen.

Die Knospen sprießen wieder am Steinhof

Jedes Jahr wieder. Der Frühlingsspaziergang am Wiener Steinhof. Das Gras noch recht gelbstichig. Die Bäume erst mit zarten Knospen. Doch schon sehr warm. Darum sieht die große Wiese aus der Entfernung aus wie ein Haufen bunter Ameisen, bunte Ameisen, die sich sonnen. Doch Vorsicht! Das Märzenkalb treibt noch sein Unwesen – und man ist schwuppdiwupp krank ((c) meine Oma).


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor dem Tor

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

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Stadtspaziergang: Steinhof und Wilheminenberg

Erstmal frühlingshaft. Innenstadt ausgestorben. Dafür tummeln sich die Wiener am Steinhof und Wilheminenberg. Laufschuhe werden ausgeführt, Wanderschuhe werden ausgeführt, Walking-Stecken werden ausgeführt, Hunde werden ausgeführt und sogar eine Katze habe ich gesehen, die wurde auch ausgeführt. Erster Frühlingsduft, erster Spaziergangsduft, erster Schutzhausduft, erster Schweissduft von den Joggern. Dort wo es unter der Woche ausgestorben schein, tummeln sich Scharen von Frühlingsduft-süchtigen Grossstädtern. Obwohl der Himmel grau ist. Das schreckt in Wien niemanden ab. Hier gehört der graue Himmel zum Leben.

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Die Verwandtschaft am Steinhof

Wenn die Verwandtschaft nach Wien kommt, will man was bieten. Und bei bestem Wetter war es am schönsten, in Richtung Steinhof zu starten – nein, ich wollt die beiden nicht auf der Baumgartner Höhe abgeben, ich wollt ihnen das wirklich sehenswerte Naherholungsgebiet zeigen – mit der Otto-Wagner-Kirche am Steinhof, mit dem Schloß Wilheminenberg mit toller Aussicht auf Wien, einem Besuch im Schutzhaus und beim Heurigen.

Und die beiden waren überrascht: Hatten sie doch geglaubt, in Wien gibts nur enge Gassen, Verkehrshölle, viele Menschen gedrängt in der U-Bahn, hastende Menschen mit dem Handy am Ohr. Nein, es gibt auch das andere Wien. Nicht nur in Richtung Wiener Wald. Das andere Wien, das g’miatliche Wien. Das Wien, das wir alle mögen.