Wachau

Nebel. Burgruine. Mythisch.

Die Burgruine Aggstein in der Wachau. Ein wunderschönes Ausflugsziel. Dieses Bauwerk liegt auf hohen Felsen imposant über dem Donautal, man kann die jahrhundertealte Geschichte hier wirklich spüren. Wobei man diesmal kaum die Donau im Tal sehen konnte – Nebelschwaden umhüllten die Burg beim Mittelaltermarkt. Einfach mythisch, fast wie für eine Hollywoodkulisse geschaffen, einfach romantisch. Einfach sagenhaft.

Aggstein

Aggstein Aggstein

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Tigerente, Kastenfrosch und Deix-Figuren

Zwei dicke Deix-Figuren genau gegenüber vom Strafgefängnis Krems-Stein – und ich mein jetzt nicht die Wachauer Ureinwohner: Genau dort ist das Karikaturmuseum mit seinem typischen Erscheinungsbild: Die markante Dachkonstruktion lässt das Gesicht eines Schalks erkennen – der Schalk im Nacken, den die Karikaturisten beschwören. Drin zu sehen: „Das ist Deix“ als Dauerschau unter anderm mit Frühwerken des Künstlers – und auch ich hab mich dort zu einer typischen schimpfenden österreichischen Deix-Figur verwandelt. Interessant auf jeden Fall sind hier seine ersten Zeichnungen für die St. Pölnter Kirchenzeitung  und das Comic, das die Geschichte des Anschlusses an Deutschland mal ganz anderes zeichnet, denn „wir haben ja nichts gewusst“.

Noch bis Mitte November kann man in einer Sonderausstellung die Werke von Janosch bewundern. Er selbst sagte zur Eröffnung in der ZiB: „Die gefällt mir gut, fantastisch gemacht, gut überlegt – so schön habe noch keine Ausstellung gehabt.“  Nicht nur für Kinder interessant, denn: „Tiger, Ente, Bär und mehr“ zeigt Grafiken und Karikaturen, die alles andere als jugendfrei sind:

Janosch verfasste zahlreiche Romane und Theaterstücke und setzt sich in seinen Malereien, Grafiken und Karikaturen kritisch mit religiösen Themen, der eigenen Kindheit, der Beziehung von Mann & Frau, sowie der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinander.

Trotzdem dreht sich in der Wachau derzeit alles um die Marille: Wenige hundert Meter entfernt ist an diesem Wochenende das Kremser Marillenfest gestiegen. Mit Marillenschnaps, b’soffener Marille, Marillenknödeln und Co. Nom nom.

Schaurig Sagenhafte Aggstein

Ruine Aggstein in der Wachau. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, das – wie es die Werbetafeln verheißen – ins Mittelalter zurückversetzt. Damals war es eine stolze Burg und stolz erhebt es sich noch immer, zwar verfallen aber doch, über der Wachau. Auf dem Tafel vor dem Eingang steht gar selbstbewusst, sie erhebt sich über „der schönsten Flusslandschaft der Welt“. Ja, so ist Niederösterreich.

Viele Sagen ranken sich um die Burgruine – so sollen die Kuenringer Raubritter gewesen sein und die Donau gar mit einer starken Kette abgesperrt haben. Und beim noch erhaltenen „Rosengärtlein“ sollen Gefangene so lang rausgesperrt worden sein, bis sie sich freiwillig in den Tod stürzten. Ja, der Tod lauert überall, auch für die Fledermaus, die hoch oben in den Mauern zwischen den Steinen gestorben ist und nun die Besucher erschaudern lasst. Vielleicht gibt es dazu in vielen hunderten Jahren auch eine Sage.

Hochwasser in der Wachau

Glück im Unglück beim Hochwasser in der Wachau. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist der Pegel zurückgegangen. Der Wasserstand hat damit nicht den verheerenden Pegel von 2002 erreicht. Trotzdem standen viele Keller unter Wasser, die Donaubundesstraßen waren gesperrt. In Melk, Emmerdorf, Schönbühel und Aggsbach war man eifrig bei den Aufräumarbeiten.

Ich hab mir ein Bild der Lage gemacht:

Die Hubbrücke in Melk war noch angehoben, das Festspiel-Areal und die Schiffsanlegestelle unter Wasser. In Schönbühel war der Campingplatz beim Gasthaus Stumpfer noch immer überschwemmt. Und in Aggsbach war auch die Bundesstrasse gesperrt. Kein Weiterkommen bis Mautern…

Ehrlicher Finder

An dieser Stelle hätte ich gerne Bilder vom Ausflug in die wunderschöne Wachau präsentieren wollen. Doch – wir waren diese Woche nicht unbedingt vom Glück verfolgt – die Bilder sind mitsamt der Kamera verloren gegangen, und zwar in Dürnstein.

Nur kurz auf einem Bankerl gesessen neben der Donau im Schatten an diesem sehr heißen Tag – und beim Weggehen hab ich die Kamera liegen gelassen. 10 Minuten später bemerkt, zurückgelaufen. Eine junge Dame saß am Platz, sie meinte, eine Kamera ist gefunden worden, ein älterer Herr hat sie mitgenommen. Versucht, den alten Herrn zu finden. Vergebens. Nachgefragt bei der Touristeninfo. Vergebens.

Doch: Heute angerufen bei der Gemeinde Dürnstein. Keine Kamera abgegeben worden. Aber die Nummer vom Betreiber der Eisdiele gleich neben dem Ort, wo ich die Kamera vergessen hatte haben sie mir gegeben. Und siehe da: Sie ist aufgetaucht. Der Finder hatte sie im Schlosshotel Dürnstein abgegeben, von dort ist sie zur Eisdiele weitergegeben worden.

Mir fällt ein Stein von Herzen, dass es noch ehrliche Finder gibt. Ein Hoch auf den ehrlichen Finder, ein Hoch auf Dürnstein, ein Hoch auf die Wachau.

Und die Ausflugsbilder werden nachgereicht.