Wandern in Grau

Vom Sonnwendstein zum Hirschenkogel

Der sogenannte Zauberberg, der Semmering unweit von Wien, ist nicht nur im Winter eine Rese wert. Nicht nur für die Downhiller unter den Mountainbikern. Auch für Wanderer. Mit schönem Panoramaweg zwischen Sonnwendstein zum Hirschenkogel – und dort dann mit der Aussichtswarte mit dem klingendem Namen „Dr. Erwin Pröll Milleniums-Warte“. Ein Denkmal also schon zu Lebzeiten. Leider war es sehr windig da oben. Aber frischluftaufgetankt sind wir jetzt wieder für die Stadt. Auch wenn wir mit der Gondel ins Tal gefahren sind.

Altweibersommer am Klopeiner See

Eigentlich wäre eine Mountainbike-Downhill-Tour geplant gewesen. Doch ein technischer Defekt der Gondelbahn in Petzen ließ uns im Tal zurück. Also wurde ein Ausflug zum Klopeiner See aus den jochgesteckten Zielen. Und dieser See ist unser heutiger Tipp: Ganz friedlich liegt er bei St. Kanzian, kein Motorbootgeräusch stört die Idylle. Sogar die Tretboote sind schon aus dem Wasser gezogen und warten an Land auf die nächste Hauptsaison. Das Wasser ist klar und gebirgstemperiert, die Sonne zaubert prächtige Farbenspiele.

Nur den Wildwuchs an Verbotsschildern sollte die Gemeinde so bald wie möglich loswerden.

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Dolomiten-Zinnen und Murmeltiere

Die Sextner Dolomiten. Ein Weltnaturerbe allererster Klasse mit einem atemberaubenden Panorama. Über 1000 Höhenmeter legt man von der Talschlusshütte bis zur Dreizinnenhütte zurück – und wird mit einem sensationellen Panorama bei einem der bekanntesten Motive der Welt belohnt. Und auch die Runde rund um den Einserkofel ist eine Herausforderung, sowohl für die Beine also auch für die Aufnahmefähigkeit so vieler Eindrücke. Belohnt wird man auf der Büllejochhütte mit einer herzhaften Jause. Danach kann man am Weg Murmeltiere beobachten um bald darauf auf der Zsigmondhütte zu rasten. Der Abstieg Richtung Sexten wird dann noch einmal anstrengend – belohnt wird man allerdings mit einer intensiven Lichtshow der untergehenden Sonne, die wie eine Lichtorgel auf die Gipfel gerichtet ist. Unser absoluter Tipp für Südtirol!

raufkRAXler

Rauf mit der Seilbahn zum Hüttenhüpfen auf der Rax. Vom Ottohaus über den Seeweg zur Neuen Seehütte. Über die Preiner Wand, die Hohe Kanzel und den Jakobskogel wieder zurück.

Ein Hochplateau, das wie geschaffen fürs Wandern ist. Eine weiche Landschaft, die zugleich schroff für Niederösterreich ist. Mit Latschen und riesigen Blumenwiesen. Mit Geröll, Felsen und stolpernden Wanderern. Mit Grammelknödeln und Denkmälern aus der Monarchie. Hier dreht sich die Zeit ein bisschen langsamer weiter. Und an manchen Ecken steht sie schon  und noch immer still.

Wein erwandert

Wiener Weinwandertag. Eine Route von Neustift am Walde über die Bellevuewiese zum Cobenzl, von dort wieder hinunter nach Grinzing und über den Nussberg nach Nussdorf. Und das bei bestem Herbst-Wanderwetter – und das mit Weinlabestellen alle paar hundert Meter. Er schmeckt schon gut, der Wiener Wein. Und es ist so richtig gmiatlich, in den Weingärten zu sitzen und über die Stadt zu schauen.

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Stadtspaziergang: Jägerwiese und Hermannskogel

Ganze 542 Meter ist er hoch, der höchste Berg Wiens: Der Hermannskogel. Ganz oben thront wie ein kleines Türmchen die Habsburgerwarte.

Die Habsburgwarte wurde anlässlich des 40-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. 1888 vom Österreichischen Touristenklub gestiftet und 1889 eröffnet. 1972 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Sie wird bis heute vom ÖTK als Aussichtswarte betrieben.

Ein Euro ist Eintritt, dafür bekommt man eine Eintrittskarte, die noch immer aussieht wie in den 80er Jahren, damals, als ich mit meinem Vater von Weidling übers Agnesbründl (Wo Agnes laut Sage ihren Schleier verloren hat) zur Jägerwiese gewandert bin. Oben auf der Habsburgerwarte ein einzigartiger Blick über den Wienerwald, Wald um Wald, Baum um Baum, Hügel um Hügel. Hinter bewaldeten Hügeln liegt die Stadt und man fühlt sich ganz weit weg.

Beim Wirtshaus auf der Jägerwiese (jetzt heißt es „Gasthaus zum Agnesbrünnl„), das noch immer haargenau gleich aussieht wie damals, hat mein Vater damals ein Bier getrunken. Und ich einen Almdudler. Diesmal hab ich das Bier getrunken in Andenken an meinen Vater.

Nirgendwo sonst ist es ruhiger im Wienerwald, nirgendwo ruhiger in Wien, als rund um den Hermannskogel und die Jägerwiese. Baum reiht sich still an Baum. Man begegnet nur ab und zu Wanderern und Mountainbikern. Stille, die man manchmal braucht.

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Schneewandern auf der Alten Donau

Minus-Grade in Wien – und das seit langem. Was liegt näher, als an die Alte Donau zu fahren, um sich dort sportlich zu betätigen. Allein, unser Vorhaben, eiszulaufen konnte nicht erfüllt werden: Kein Schlittschuhverleih weit und breit und der Schneefall der letzten Tage machte aus der zugefrorenen Alten Donau alles andere als eine spiegelglatte Eisfläche. Langlaufski wären eigentlich die beste Ausrüstung. Aber auch die waren grad nicht zur Hand. Darum eine Wanderung, das hält warm. Dort wo im Sommer die kleinen Segelboote herumschippern tummeln sich jetzt die Menschen – kleine Flächen sind vom Schnee befreit zum Eislaufen und Eishockeyspielen. Wien, die Sportstadt. Wien, das kann schon was.

Und übrigens: Wenn man ein bisschen wahnsinnig ist, sollte man sich eine Flasche Vodka mitnehmen zum Eislaufen – ich hab diesen Finnen Norweger dann aber doch nicht nachgeahmt, so frostsicher bin ich dann leider doch nicht: