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Installation vom Installateur – Versuch über den stillen Ort

Eine Installation in der Loftcity Brotfabrik. Nebenan wurde im Ostlicht die Foto-Ausstellung von Wim Wenders eröffnet. Nicht ohne sich selbst unter die Menschen zu mischen, und nicht ohne selbst an den DJ-Pult zu entern und seine Klassiker aufzulegen. Vor allem aber präsentierte Wenders seine Bilder – allesamt Plätze ohne Menschen. Wieso, erklärt er in einem Interview mit der „Presse“: „In den Bildern ist es so, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß: Kaum ist jemand im Bild, schaut alle Welt nur noch auf die Person, selbst wenn die klein im Hintergrund steht. Da geht es nur noch um den Menschen, nicht mehr um den Ort, was der erzählt, was man da alles lesen kann, was der alles zu berichten hat.“

Am liebsten mag ich aber Wenders‘ Abhandlung über den Unterschied von Reisenden und Touristen:

Der Reisende hat eine andere Anwesenheit als der Tourist, das Reisen, das Entdecken, die Neugierde sind der Zweck an sich. Der Tourist ist nicht ums Weiterreisen bemüht oder ums Irgendwo-Ankommen. Als Tourist kann ich immer nur kurz ankommen, mich selbst da hinstellen ins Bild, ein ganz verheerendes Phänomen, und dann bin ich schon wieder weg. Als Tourist bin ich ja nie von zu Hause weggekommen, ich bin so schnell wie ich kann wieder zu Hause, um endlich zu sehen, wo ich war.

Mein Installations-Bild beschreibt einen scheinbar leeren Platz, einen Platz der nur von dieser Blickrichtung aus leer ist, der aber wartet auf die Menschen, obwohl nichts darauf hindeutet. Still, ohne Stil.

 

 

Jetzt pinkeln wir unter den Sessel

Fliegen ist jetzt wahrlich kein Luxus mehr. Erst wird das Essen gestrichen, dann werden die Sitzreihen soweit zusammengerückt, dass man sich wie eine Sardine in der Dose vorkommt und jetzt muss man sich auch noch an einer Klofrau vorbeischummeln. Was kommt als nächstes? Pedale, damit Kerosin gespart wird?

Der irische Billigflieger Ryanair erwägt, seinen Passagieren Geld für den Toilettenbesuch abzunehmen. In Zukunft müssten die Reisenden möglicherweise für ihre

Bedürfnisse ein Pfund (1,12 Euro) bezahlen, sagte Airline-Chef Michael O’Leary am Freitag dem britischen Sender BBC. „Wir sehen uns derzeit die Möglichkeit an, einen Geldschlitz an den WC-Türen anzubringen.“

Das Unternehmen prüfe stets, wie die Flugtickets günstig bleiben könnten, erklärte O’Leary. Er glaube, niemand steige in ein Flugzeug ohne mindestens ein Pfund-Stück in der Tasche. Wie das Münzsystem auf Euro umzurechnen wäre, verriet er nicht.

Kritiker hielten Ryanair vor, „ganz tief gesunken“ zu sein. Rochelle Turner vom Verbrauchermagazin „Which? Holiday“ sagte, es würde Ryanair „Recht geschehen“, wenn die Reisenden dann weniger Geld für „überteuerte Getränke an Bord“ ausgeben. Europas größter Billigflieger wird seit langem wegen Extrakosten für Gepäckaufgabe und Service an Bord kritisiert. Der Fluggesellschaft machen – wie anderen Airlines auch – sinkende Erlöse zu schaffen.

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