wiener

Radeln mitm Radl

Radparade am Wiener Ring. Mit Unterstützung von Superhelden und den ganz kleinen Radfahren mit Stützrädern. Und danach: Bikefestival am Rathausplatz. Bike ahoi!

efestival am Rathausplatz!

 

Advertisements

Ernte sei Dank

Ein Traktor-Korso rund um den Wiener Ring – dieses leicht sonderbar anmutende Ereignis konnten die Wiener und viele Touristen am Sonntag beobachten. Und wieso das ganze? Der Heldenplatz war großer Festplatz für das Erntedankfest. Mit Blasmusik und vielen Essens-Standln und ein bisschen versuchter Gehirnwäsche (der „Lehrpfad für junge Schnitzeltiger mit dem all so lachendem Schweinchen als Illustration). Dort getrunken haben wir guten Stammersdorfer Wein. Und mitgenommen haben wir die „Rote Emma“ aus dem Waldviertel, wirklich gute Erdäpfel mit rotem Fruchtfleisch. Jetzt gehts ans Kochen und Genießen.

Alle Fotos und Impressionen auch HIER

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Wiener Roten und ihr Slogan

Maifest 2011 im Wiener Prater. Halbpreis bei allen Prater-Attraktionen und einige Bühnen mit Gratis-Konzerten. Der 1. Mai ist der Tag der Wiener SPÖ. Erst zehntausende Genossen auf dem Maiaufmarsch am Rathausplatz – und am Nachmittag wird gefeiert.

Was heuer bei einer Maifest-Bühne aufgefallen ist: Der Slogan der Wiener SPÖ: „Der Wiener Weg“ – erste Zuschreibung von mir, weil ich das Wort Weg in Gedanken kleingeschrieben hatte: Für die SPÖ ist der Wiener schon weg: SPÖ – Der Wiener weg. Weg, schon bei einer anderen Partei? Oder soll der Wiener schnell weg? Vielleicht bin ich ja der einzige mit solchen Gedankenspielereien über diesen Slogan. Vielleicht aber auch hat die Agentur, die hinter diesem Spruch steht, einfach die zweite Bedeutung übersehen. Für mich ist die negative Bedeutung jetzt in Gedanken festgefahren. Und geht nicht mehr weg. Der Wiener weg.

Doch wie sang schon Georg Kreisler: „Wie schön wäre Wien ohne Wiener. So schön wie a schlafende Frau. Der Stadtpark wär viel grüner und die Donau endlich blau.“ Mit Bezug auf dieses Wienerlied ist der Slogan der SPÖ ja fast genial.

Danke an C. für den Hinweis auf Herrn Kreisler!

Flüchte, wer kann!

16. Flüchtlingsball im Wiener Rathaus: Neben viel Musik aus dem World-Music-Bereich – von afrikanischen Beats über jugoslawische Rockmusik (ja, auf Extraplatte wird die Musik von Ljubinka Jokiæ & Yok wirklich mit diesen Worten angepriesen) – gab es auch eine Vielzahl an politischen Statements. Willi Resetarits, Galionsfigur des Integrationshauses, stellte fest: „Die Veranstaltung ist ein Ausweis für das andere Österreich, das nicht bei der Kriminalisierung aller Asylwerber mitmacht, die seit Jahrzehnten betrieben wird.“ Und als Motto des Ballabends gab er folgende Losung aus: „Raus mit den Asylagendn und den Integrationsagenden aus dem Innenministerium!“

Ob Innenministerin Maria Fekter auch nur darüber nachdenkt, darf bezweifelt werden. Auf jeden Fall ist die Stimmung in Österreich nach der Debatte über ein Asylzentrum in Eberau ziemlich aufgeheizt. Und die Asylwerber sind wieder zum Spielball im Wahlkampf – dieses mal im burgenländischen – geworden. Auf Bierzeltniveau lässt sich halt nicht gut diskutieren. Die eiserne Lady Fekter, die sich gar nicht von „rehbraunen Augen“ der Arigona überzeugen lassen will, hat da einiges an Feuer in den Wahlkampf gegossen. Die SPÖ ist leider in einer Manier auf den Wahlkampfzug aufgesprungen, bei der man meinen könnte, im Hintergrund zieht Strache die Fäden bei der SPÖ.

Nichtsdestotrotz haben sich beim Flüchtlingsball die beiden Stadträtinnen Frauenberger und Wehsely für die Politik der SPÖ stark gemacht – sie meinten unisono dass die Integration in Wien klaglos funktioniert. Ganz unterschreiben kann man diese Aussagen wohl nicht, auch in Wien ist nicht alles eitel Wonnen. Aber auch hier hat der Wahlkampf bereits begonnen.

Neben dem Politischen ist der Flüchtlingsball aber Jahr für Jahr ein ganz großes Ereignis. Da kommt man gerne wieder, legt ein Tänzchen aufs Parkett und trinkt einige Gläser, vor allem weil man die politischen Aussagen von Herrn Resetarits ungschaut unterschreiben kann.

>>Hier gibts alle Bilder vom Ball

Wiener Schneemärchen

Hat was Kitschiges, wenn es in Wien nächtens schneit und morgens alles unter einer Decke liegt. Die Straßenräumer kommen nicht nach, die Autos stecken fest und die Wiener Stadt is noch ein bissl gmiatlicher wie sonst. Also wünsch ich mir jetzt mal vom Jänner-Christkind mehr vom Schnee. Der Petrus reagiert und es schneit tüchtig weiter.

Im Jahr 2007 war genauso viel Schnee – damals war ich als einziger Parkbesucher im Schneegestöber mit ein paar japanischen Touristen in Schönbrunn. Hier gibts die alten Bilder davon.

Die Bilder sind übrigens von einem Spaziergang in Breitensee im 14. Bezirk – darum schaut es ein bisschen kleinstädtisch aus. Denn Breitensee ist sowas wie ein kleines Dorf inmitten der Stadt. Mit eigenem Dorfplatzert, Kircherl und auch noch eigenem Kino – den Breitenseer Lichtspielen – dem ältesten Kino der Welt. Aber das ist eine andere Geschichte wert.

Schwere Zeiten für Männchen und Weibchen im Museumsquartier

Im Museumsquartier wüten wieder die Verbotshysterischen. Genau dort hab ich zuletzt ja schon das „Fremdflyer“-Verbot aufgedeckt. Und nun bin ich über eine ganze riesengroße Tafel gestolpert, gleich beim Ausgang vom Quartier21, auf dem so ungefähr alles verboten wird.

Beim Verbotsschild mit Männchen und Weibchen beginnt allerdings das Rätselraten bei mir: Ist das Händchenhalten verboten? Oder dürfen hier nur gleichgeschlechtliche Paare miteinander reden oder gehen? Oder heißt das einfach, dass man mehr als Badehose und Bikini bekleidungstechnisch auf dem Körper haben sollte? Oder sind ganz einfach sowieso alle Menschen verboten im MQ? Ich bin ratlos…
P9121202

Fremdflyern verboten!

Das Museumsquartier in Wien hat in letzter Zeit ja nicht unbedingt viel Geschick an den Tag gelegt mit dem ausgesprochenen Verbot von Fremdgetränke-Mitnahme in den MQ-Hof. Oder doch Geschick? In den Medien war das MQ jedenfalls mehr als präsent, dann gabs sogar eine Demo gegen die neue Hausordnung. Wieder mit großem medialem Aufwand. Und dann entschuldigte sich die MQ-Leitung und zog das ganze zurück. Eigentlich ist da ja doch was von guter Publicity hängen geblieben.

Jetzt hab ich gerade in meinem Fotoarchiv gestöbert – und zu meiner Überraschung hab ich untenstehendes Foto noch immer nicht veröffentlicht. Flyer vom MQ im MQ. Dazwischen das Verbot: „Fremdflyern verboten“. Das hätte doch auch Potenzial: Fremdflyer vereinigt euch! Alle sollen Flyer verteilen können – und in die Flyerboxen einräumen können! Mehr Mut! Wo bleibt der Flashmob fürs Fremdflyern?

Aber jetzt mal ehrlich: Erstens find ich dieses Verbot mehr als skurril. Und zweitens finde ich, dem MQ gebührt ein Orden für diese Wortkreation, die sicher bald in den Sprachgebrauch eingehen wird: „Heast ziag o, sonst fremdflyer i dir ane!“

P4250486a