gefühl

Drei Monate

Drei Monate. Zweiundneunzig Tage.

Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Eine Ewigkeit, die eine andere Ewigkeit verdrängt hat.

Die Zeit läuft seitdem langsamer. Langsamkeit und Schwermut ergänzen sich. Die Schwermut bleibt. Wieviele Tage und Monate wird sie sich noch breitmachen? Wieviele Rückblenden sind noch notwendig? Wieviel Nachdenken ist noch notwendig?

Schuldzuweisungen und Schuldeingeständnisse. Fehlersuche und genaue Sezierung von Situationen vor diesen drei Monaten, zweiundneunzig Tagen.

Bald sind es hundert Tage. Man sollte es zelebrieren. Feiern mit Schwermut.

Ich bin traurig.

Aus gegebenem Anlass wiederaufgewärmt. Zuletzt gepostet im November:

Der Soundtrack für Tage wie diese. Da gehts einem dann zwar nicht besser, wenn man das hört, aber man kann sich noch mehr in der Scheiße suhlen. Perfekt.

„Ich bin traurig und irgendwie schon den ganzen Tag nicht gut drauf. Mir fliegt die Welt heut um die Ohren, und das Leben nimmt so seinen Lauf.“

Tanz Baby!

Landspaziergang und Schlittenfahren: Loosdorf im Schnee

Da fährt man ohne groß Böses zu ahnen aufs Land – und wird mit einer historischen Winterlandschaft in Loosdorf überrascht. Ein halber Meter Schnee! Das hats ja wohl schon lang nicht mehr gegeben. Rauf auf den Schlitten, sogar die Oma macht da mit.

Und weil Loosdorf wenigstens unter einer Schneedecke halbwegs malerisch sein kann, haben wir dann auch noch einen Spaziergang durch den Ort gemacht. Inklusive Kirche, Rathaus und Park. Soooo schön. Schnee bitte, bleib noch ein bisschen.

Obama flutscht!

Jetzt ist er also angelobt, der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama. Und natürlich schießen jetzt überall die Obama-Devotionalien wie die Schwammerl aus dem Boden.

Bis jetzt das beste Fundstück: Der Obama-Dildo. Oder Massagestab auf altdeutsch. In gold und blau. Damit frau den Präsident auch wirklich überall und umfassend spüren kann. Der Werbespruch ist übrigens:

I want a BIG O!

Für 35 Euro ist man dabei! Wäre für sachdienliche Hinweise dankbar, wie sich das Ding so anfühlt. Und ob es vielleicht „Yessssss, we can!“ schreit. Würd ja fast passen.

Mehr Infos auf  www.headostate.com

Und HIER gibts noch mehr vom Obama-Krimskrams.
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Aufs Glatteis geführt

Eisprinzessinen sind rar gesät. Ich hab trotzdem eine gefunden. Am Eislaufplatz in Melk. Und sofort hat sie mich aufs Glatteis geführt. Die erste Runde war ein bisschen zäh. Aber dann hat es mit dem Diagonalschritt schon ganz gut funktioniert. Ist ja wie langlaufen. Nur dass die Unterfläche glatter ist. Und wenn man so schön an der Hand geleitet und geführt wird, kann ja sowieso nichts passieren. Da kann die Eisfläche noch so glatt sein.

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Blauboad

Weil nurmehr so wenig Wienerisch gesprochen wird und das Derbe hochgehalten werden muss: Ein H. C. Artmann-Gedicht mit dem Namen „Blauboad“ aus dem Buch „Med ana schwoazzn Tintn“. Zur Feier des Tages. Für die Gänsehaut.

i bin a ringlschbüübsizza
und hob scho sim weiwa daschlong
und eanare gebeina
untan schlofzimabon fagrom.

heit lod i ma r ei di ochte
zu einen liebesdraum —
daun schdöl i owa s oaschestrion ei
und bek s me n hakal zaum!

so fafoa r e med ole maln
wäu ma d easchde en gschdis hod gem —
das s mii amoe darwischn wean
doss wiad kar mendsch darlem!

i bin a ringlschbüübsizza
(und schlof en da nocht nua bein liacht
wäu i mi waun s so finzta is
voa de dodn weiwa fiacht . .)

Hans Carl Artmann, 1958

Zweitausendneun

Zweitausendacht mit seinen Sorgen, Grauslichkeiten, Unannehmlichkeiten ist vorbei. Vorbei und vergessen. Abgefrühstückt und verrissen. Es war ein beschissenes Jahr.

Aber jetzt: Zweitausendneun. Aufbruch, Neustart, Durchstarten. Es wird ein gutes Jahr. Das beste Zweitausendneun bisher auf jeden Fall. Darum: Beginnen wir das Jahr wie es bei uns so üblich ist mit dem Donauwalzer. So blau, so blau.