Im Nordwesten Chinas kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Demonstranten setzten Fahrzeuge in Brand und blockierten den Verkehr. Angeblich wurden hunderte Personen festgenommen.
15. Sieg für Roger Federer bei einem Grand Slam-Turnier. Der Schweizer schreibt mit einem Fünf-Satz-Krimi gegen Andy Roddick - dem längsten Wimbledon-Finale aller Zeiten - Tennis-Geschichte.
Der Kampf ums Grüne Trikot wurde auf der 2. Etappe eröffnet. Mark Cavendish gewann im Massensprint. Der Schweizer Fabian Cancellara bleibt im Gelben Trikot.
Die Yeah Yeah Yeahs live. Auf ihrem neuen Album “It’s Blitz” führen sie einen discotauglichen Elektro-Punk vor, der live nicht ganz hält, was er von der Studioproduktion verspricht. Die Stimme von Karen O wirkt zu brüchig, zu überanstrengt, obwohl ihre Stimme die teils hervorragenden Melodien tragen sollte.
Im Herumhopsen und Punk-Posen-schwingen und Schnell-Kleider-Wechsel kann man der Sängerin allerdings nichts mehr vormachen.
Der Sound in der Wiener Arena war auch schon einmal besser. Neben den zu lauten hohen Tönen wär etwas mehr an Bass-Leistung ganz gut gewesen.
In der zweiten Hälfte des Konzerts konnte die Band aber etwas an Gas zulegen, mit dem alten Hadern “Gold Lion” und der ersten Single des neuen Albums, das jetzt schon eine Hymne ist, “Zero”, kam ordentlich Stimmung in die zuvor schon etwas ermatteten Glieder in der nicht ausverkauften Arena.
Bonuspunkt für das Bühnenbild: Ein riesengroßes Ballon-Auge, umrandet von einer psychedelischen blauen Spirale, wie von der Bregenzer Festspielbühne gestohlen. Punkteabzug dafür, dass man diese Bühnenkonstruktion mit besserer Beleuchtung noch besser ins Rampenlicht hätte rücken können. Aber dafür hats Confetti-Regen gegeben.
Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke,
Die düstre Wolke dort, so bang, so schwer;
Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke,
Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.
Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen,
Die dunkle Wimper blinzet manches Mal,
So blinzen Augen, wenn sie weinen wollen, -
Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl. -
Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer
Und leise Nebel übers Heideland;
Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer,
Die Sonne lässig fallen aus der Hand.
Glück im Unglück beim Hochwasser in der Wachau. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist der Pegel zurückgegangen. Der Wasserstand hat damit nicht den verheerenden Pegel von 2002 erreicht. Trotzdem standen viele Keller unter Wasser, die Donaubundesstraßen waren gesperrt. In Melk, Emmerdorf, Schönbühel und Aggsbach war man eifrig bei den Aufräumarbeiten.
Ich hab mir ein Bild der Lage gemacht:
Die Hubbrücke in Melk war noch angehoben, das Festspiel-Areal und die Schiffsanlegestelle unter Wasser. In Schönbühel war der Campingplatz beim Gasthaus Stumpfer noch immer überschwemmt. Und in Aggsbach war auch die Bundesstrasse gesperrt. Kein Weiterkommen bis Mautern…
Fliege erschlagen vor laufender Kamera ist doch schlecht fürs Image. Das muss sich jetzt wohl auch US-Präsident Barack Obama hinter die Ohren schreiben. Wer so unmenschlich Insekten killt, kennt auch bei Menschen keine Gnade. Oder zählt doch der “Killerinstinkt” mehr?
Organisation will US-Präsidenten “humanen Insektenfänger” schenken
Washington (APA/dpa) – US-Präsident Barack Obama gehört nicht zu den Menschen, die keiner Fliege etwas zuleide tun könnten. Und das hat nun Tierschützer auf den Plan gebracht. Die Gruppe PETA (People for The Ethical Treatment of Animals) findet es gar nicht nett, dass der Präsident kürzlich während eines Fernsehinterviews einer Fliege den Garaus machte und wünscht sich künftig von ihm einen “humaneren” Umgang auch mit den lästigen dicken Brummern.
Der Präsident hatte sich am Dienstag im Weißen Haus den Fragen eines CNBC-Reporters gestellt, als die Fliege ihm wenn auch nicht auf, so aber vor der Nase herumzutanzen begann. “Geh raus hier”, sagte er, aber das Insekt ließ sich auch vom mächtigsten Mann der Welt nichts sagen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Eindringling mit der Hand abzuwimmeln, passte Obama einen günstigen Augenblick ab: Als sich die Fliege auf seinem Handrücken zur Ruhe setzte, schlug er zu. “Das war ziemlich eindrucksvoll, nicht wahr?” sagte er scherzend und zerquetschte die Fliegenleiche dann auch noch mit seiner Schuhsohle. Das alles vor laufenden Kameras.
“Wir unterstützen Mitgefühl auch für die merkwürdigsten, kleinsten und am wenigsten sympathischen Tiere”, sagte PETA-Sprecher Bruce Friedrich am Mittwoch (Ortszeit). Um Obama den menschlicheren Ansatz zu erleichtern, will ihm die Organisation einen “humanen Insektenfänger” schenken, ein Gerät, mit dem man Fliegen aus dem Verkehr ziehen kann, um sie dann im Freien wieder auszusetzen.
Wer also sonst, als die PETA. Die haben halt doch die beste Marketingabteilung. Und die meisten Promi-Unterstützer. Und ich bin ihnen auch wieder ins Netz gegangen. Ich hoff ich hab die Spinne dabei nicht verletzt…
Mit dieser Meldung wär jetzt einmal die These widerlegt, dass US-Präsident Obama keiner Fliege etwas zuleide tut:
Obama macht Fliege vor laufender Kamera den Gar aus
Washington (APA/AP) – US-Präsident Barack Obama ist ein Mann der Tat. Er fackelt nicht lange – da muss schon mal eine Fliege dran glauben, und sei es vor laufender Kamera. “Verschwinde hier”, zischte Obama am Dienstag während eines Fernsehinterviews im Weißen Haus eine Fliege an. Das Tier war jedoch hartnäckig und ließ sich vom Groll des wohl mächtigsten Mannes der Welt nicht beeindrucken. Dann nahm Obama die Sache selbst in die Hand: Er wartete, bis die Fliege sich setzte, dann schlug er zu. Tot. Auf einen Schlag. “Wo waren wir jetzt?” fragte er daraufhin seinen Gesprächspartner, den CNBC-Korrespondenten John Harwood. Der Präsident war sichtlich stolz auf seine zielgenaue Leistung: “Das war ziemlich beeindruckend, oder?”
An dieser Stelle hätte ich gerne Bilder vom Ausflug in die wunderschöne Wachau präsentieren wollen. Doch – wir waren diese Woche nicht unbedingt vom Glück verfolgt – die Bilder sind mitsamt der Kamera verloren gegangen, und zwar in Dürnstein.
Nur kurz auf einem Bankerl gesessen neben der Donau im Schatten an diesem sehr heißen Tag – und beim Weggehen hab ich die Kamera liegen gelassen. 10 Minuten später bemerkt, zurückgelaufen. Eine junge Dame saß am Platz, sie meinte, eine Kamera ist gefunden worden, ein älterer Herr hat sie mitgenommen. Versucht, den alten Herrn zu finden. Vergebens. Nachgefragt bei der Touristeninfo. Vergebens.
Doch: Heute angerufen bei der Gemeinde Dürnstein. Keine Kamera abgegeben worden. Aber die Nummer vom Betreiber der Eisdiele gleich neben dem Ort, wo ich die Kamera vergessen hatte haben sie mir gegeben. Und siehe da: Sie ist aufgetaucht. Der Finder hatte sie im Schlosshotel Dürnstein abgegeben, von dort ist sie zur Eisdiele weitergegeben worden.
Mir fällt ein Stein von Herzen, dass es noch ehrliche Finder gibt. Ein Hoch auf den ehrlichen Finder, ein Hoch auf Dürnstein, ein Hoch auf die Wachau.
73 Jahre sind wir gemeinsam geworden – und auch ca. so viele Leute sind unserem Aufruf zum Geburtstagsfest gefolgt ins Shooters in der Wiener Währingerstraße.
Danke allen Mitfeiernden! Die Schnappschüsse der Party sprechen für sich, es war ein rauschendes Fest!
Stagediving mit dem Schlauchboot? Richtig geraten – Deichkind sind auf der Bühne gestanden. Gestanden in dem Sinn aber am wenigsten. Die Nordisch-by-Nature-Burschen hatten beim Urban Art Forms in Wiesen eine richtige Gaukler-Hip-Hop-Show vorbereitet. Mit Neon-Kostümen, Hüpfvorrichtungen aller Art und dem Tod. Aber nur als Maske.
“Arbeit nervt” wurde aus Tausenden Kehlen mitgegrölt und bei “Remmidemmi” wackelte das Zelt in Wiesen. Hervorragend. Die Hüpfburg zum Stagediven brach aber doch bald in sich zusammen. Die Stimmung dagegen nicht.
Regen in Wiesen. Bei einem Festival nichts Neues. Diesmal wird das Urban Art Forms von Starkregen heimgesucht – und man ist froh, dass man nicht unter den Campierenden ist. Neben Erdbeerwein heuer am ersten Tag auf der Bühne: Die legendären Elektro-Pioniere von Kraftwerk. Wer kennt nicht “Das Model” oder “Wir sind die Roboter”. Allerdings: Diese Rückschau auf die Pionierzeit der elektronischen Musik lässt einen doch schalen Eindruck zurück. Außer beim “Roboter”-Song mit den typischen Kraftwerk-Roboter-Modellen an den vier DJ-Stelen war die Band – zu Beginn mit nach Star Trek anmutenden Uniformen – nicht zu einem Zucker bereit und alle vier verschanzten sich hinter ihren Elektro-Aufbauten.
Dass die Einflüsse der Band in viele Richtungen gingen, sei hier hoch angemerkt. Inmitten der weiterentwickelten elektronischen Szene hatte das ganze aber ein wenig was Verstaubtes. Wie ein Kollege meinte: “Da kann man gleich einen Gameboy an die Anlage hängen.”
Ein kleines Festival im Pielachtal, das Stereo am See. Mit Bühne am See. Wobei: Der See war großflächig abgesperrt und die Wasserqualität hat nicht unbedingt eingeladen dass man da auch nur einen Zehen reinhängt. Nicht so gschmackig.
Trotzdem feines Festival mit relativ wenig Besuchern. Headlinertechnisch war das ganze jetzt auch nicht unbedingt vom allerfeinsten: 3Feet Smaller, Alkbottle und Shantel.
Wobei: 3FeetSmaller haben ordentlich Stimmung in das Publikum gebracht und Sinn für Humor bewiesen mit einem Luftgitarre-Wettbewerb. Alkbottle haben noch immer die selben Fans, wieso auch immer. Der Schmäh is schon ein bissl lasch geworden und dem Roman Gregory glaubt man nach seinem Starmania-Ausflug sowieso nix mehr.
Shantel mit Band war wieder fast ein bisschen zu professionell, ohne Ecken und Kanten. Obwohl: Einige sind schon ein bisschen ratlos herumgestanden im Publikum, ist ja doch nicht alles so Balkan-Rock’n'Rollig wie Disco Partizani…