social network

SM-Spielchen

Blogeintrag verfassen! Facebook-Status erneuern! Tweets zwitschern! Google+ auf Herz und Nieren testen! Kein X bei Xing machen. RSS-Feeds beobachten. Fotos auf Picasa stellen. Verdammt, noch nicht eingecheckt auf Foursquare. MySpace betrauern. Foren beobachten. LinkedIn – was mach ich jetzt damit?

Yigg, Mr. Wong und Delicious kurz gestreift und für tot erkärt. Tweetdeck einschalten und alles mal vorbeiziehen lassen. Diaspora belächeln. Die Musik, die ich grad höre auf lastfm überspielen. Daneben einen Ping auf iTunes setzen. Und laufen, laufen laufen, aber nur mit Nike+. Einen Blogeintrag illuminiert verfassen. So what. SM wie Social Media all the day and all the night.

Ein Ziegelstein geht um die Welt

Was ist der Unterschied zwischen Heinz-Christian Strache und einem Ziegelstein? Strache hat knapp 19.000 Fans, der „seelenlose Ziegelstein“ hingegen über 64.000. Diese Zahlen kann man auf Facebook ablesen. Natürlich muss man an dieser Stelle diese Zahlen aber auch interpretieren: Strache steht auf den Stimmzetteln von nicht wenigen politischen Wahlen in Österreich. Der Ziegelstein nicht. Höchstwahrscheinlich würden die geneigten Wähler und Wählerinnen auch nicht einen Ziegelstein auf dem Wahlzettel ankreuzen – was eigentlich für den Wähler sprechen müsste – oder doch nicht?

Der Ziegelstein hat auch eine Gegenbewegung hervorgerufen: Der Gegenschlag steht unter dem Motto „Stop der linken Hetze gegen Andersdenkende: Kann diese Blume mehr Freunde haben als ‚die Grünen‘ und ‚SPÖ‘ zusammen?“ Allerdings zählte diese Gruppe vergleichsweise wenig Fans: Knapp unter 500 Facebooker waren bei der Verfassung dieses Beitrages Mitglied der Gruppe.

Wie ist der „Hype“ um die Ziegelstein-Fanpage auf Facebook zu erklären? Auf den ersten Blick scheint sich immer mehr zu bestätigen, dass sich politisch linksdenkende auf Facebook stärker zu politischen Fanseiten bekennen als bürgerliche oder rechtsdenkende User. Diese Erklärung korrespondiert auch mit Ergebnissen vieler Meinungsforschungsinstitute für die sogenannte „Sonntagsfrage“.

Sehr gut lässt sich hier die Mobilisierungskraft erkennen, die hier von einem (zumindest wird es so dargestellt) anonymen User unternommen wird und bei der darauf hingewiesen wird, dass Agitation und Beleidigungen nicht erwünscht sind. Kanz klar und in Großbuchstaben ist vermerkt: „DIESE SEITE DIENT DER UNTERHALTUNG UND SIEHT SICH ALS SATIRE!!!“ Politik als Unterhaltung, als Unterfutter für Satire. Nur nicht anstreifen an tiefgreifenden Diskussionen und Auseinandersetzung damit. Heinz-Christian Strache stellt eine Figur in der österreichischen Politik dar, die wie geschaffen ist für solch eine (nicht gewollte) Agitation. Wie schön hier die Parallelen zu erkennen sind: Diskussionsverweigerung, Zurückweisung von Agitation. Ein Versuch, den Agitator mit den eigenen Waffen zu schlagen?

Wo bleibt jetzt die Reaktion von Strache? Muss er überhaupt darauf reagieren? Die Antwort lautet Nein. In seiner Wählergruppe wird ihm der Ziegelstein wohl kaum schaden, im Gegenteil könnte es eher noch den Zusammenhalt stärken. Die Strache-Fans gründen keine Facebook-Strache-Pro-Gruppen. Sie agitieren auf anderen Feldern. Auf Fußballfeldern. In Bierzelten. Aber auch bei allen Menschen, die Angst haben. Wovor auch immer. Aber auch das ist wohl zu kurz gegriffen.

Fazit: Der Ziegelstein ist ein Phänomen der sozialen Netzwerke. Aber kein Politisches. Denn fragen wir mal so: Wer von den Ziegelstein-Fans geht denn wirklich zur Wahl? Und jetzt ganz ehrlich: Wer von euch Ziegelstein-Fans wählt bei der nächsten Wahl Strache?

Die Kärntner Erfolgsformel

Zeit, endlich mal mit dem Image der Kärntner Politik aufzuräumen. Ist ja ganz einfach, die Kärntner Erfolgsformel. Sind ja eh immer nur dieselben Unkenrufer, die Kärnten schlecht machen wollen. So wie Günter Wallraff, Enthüllungsjournalist der durch seine investigativen Arbeiten wie „Ganz unten“ – verkleidet als türkischer Gastarbeiter – bekannt wurde, meint im „Falter“ über Känrten:G. „Kärnten war schon immer ein Sonderfall. Dieses Land scheint bis heute nicht Teil der globalisierten Welt zu sein.“ Und: „Man müsste Besuchergruppen in dieses Reservat schicken. Die müsste man richtig vorführen.“

Bringen wir mal Licht in das Wirrwarr – einfach durch das Anführen der wichtigsten politischen Eckpunkte des Landes, dessen Werbung verheißt, man mache Urlaub bei Freunden:

FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner  FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner FPKhypoBZÖparteispendenFPÖnegerJÖRGscheuchUWEpetzner dörflerdörflerdörflerdörflerdörflerdörflerdörflerdörflerdörflerrfler

Zahlreiche Facebook-Gruppierungen haben sich übrigens auch schon zum Ziel gesetzt, Licht ins Dunkel der Kärntner Politik zu bringen. Derzeit führend in der Beliebtheisskala: Neuwahlen in Kärnten – Schluß mit dem BZÖ-Chaos. Hierzu gibts auch die Seite neuwahljetzt.at. Und die Facebook-Gruppe mit der nicht so feinen Klinge: „Nur deppate und Waache wählen Scheuch und Strache!“ LeiLei!

Zwitschern im Kopf

Twittern, facebooken, xingen, googeln und vielleicht auch noch ein bissl studivzen.

Daneben bleibt kein Platz mehr frei für andere Tätigkeiten.

Doch. In die beiden, bald drei Blogs sollen auch noch Neuigkeiten gefüttert werden.

Und die Homepage überwacht werden.

Und immer mehr werden Buchstabenreihen publiziert, die sich binär aneinanderreihen und in der ganzen Welt sichtbar gemacht werden.

Buchstabenreihen, die darüberhinaus auch noch eine Bedeutung haben sollen und wollen und dürfen.

1 0 1 1 000 1 1001 10 11 001 10 100 10101 10101 1101 11001 101 1101 101 010101 1010101 010 10101 01010101 10101010 1010010000010101 101010101 1 1001 001 11010 101001 01001 101010 100001 101 1001 1001 01010101 010101 0101101 01 010 10 10 10101010101 01 01 01 01010001 01 01 0101101010101 101 10 0110 101 01 01 0000000 101 111111110 0101111 10 0100000000000001 1011110101111111111110101 01010 101 10 01 01010101010101 10 10 10 01 01 01 101101 01 01 1110 10 10 100 0 01 10 10 01 01110 10 10 01 1 101010 1101010

Alles binär.

Besser Schuh als Torte?

Arm ist er ja fast, der unselige Herr Bush jr. Da fährt er ohne schlechtes im Sinn zu haben – oder doch? – in den Irak, um sich dort verabzuschieden und hat sich eh nicht erwartet, dass ihm zugejubelt wird.

Dass man dann aber mit einem Schuh auf ihn schießt – ja damit hat er wohl auch nicht gerechnet. Man hätt es ihm gar nicht zugetraut, dass er so schnell ausweicht… Schad aber auch – der Kabas hat sich damals bei seiner Tortung nicht so schnell wegbewegen können.

Fast so schnell wie der Schuh-Schmeisser waren dann die Internetler: Wunderschöne satirische Abwandlungen der Schuhung und Spielchen kursieren im Netz. Ein Hoch dem Web 2.0!

Hier nur einige zur Auswahl…

Beginnen wir mal mit der Weihnachts-Version:

1227386497401

Die Kicker-Variante – ganz genial: so schön geköpfelt…

1d3d9710_bushoverkoppen1

Hier die klassische Movie-Award-Shoe-Version:
iraqimage005

Die Gamer-Shoe-Variante:

iraqimage006

Die Matrix-Version:

iraqimage007

Und als Höhepunkt und Abschluss:

Die MontyPython-Version:

iraqimage0081

Perchtenlauf und Gurglmania

Böse Zungen behaupten ja, in Loosdorf laufen tagein und tagaus nur Perchten herum, warum also auch noch einen Perchtenlauf veranstalten? Trotzdem gibts aber eine eigene Perchtengruppe in Lodo. Ich persönlich finde ja, dass dieser Brauchtum in unserem niederösterreichischen Flachland nichts verloren hat. Trotzdem schafft es dieser Verein, einmal im Jahr – und das gibts sonst nur beim Kirtag – das halbe Dorf fast vollversammelt zusammenzutrommeln. Und die Maskenträger sind auch nicht wenige. Wenigstens sinds beschäftigt und brandschatzen nicht anders herum.

Am Abend des Perchtenlaufs, wo eh scho fast ganz Loosdorf auf den Beinen war, ist auch noch die berühmt berüchtigte Gurglmania-Party im Bärenkeller wieder mal über die Bühne gegangen. Jeder der schon dort war weiß – da wird gegurgelt. Bis in die frühen Morgenstunden. Und das ist gut so! Weil am nächsten Tag muss man Loosdorf wieder aushalten.

Und das gibts auch Bilder. Auf der nächsten Seite.

(mehr …)

Lösch das bitte sofort!

Die Frau Britta hat ja recht: Ich mach sehr oft Fotos von unten, wo alle dann ganz komisch in die Kamera glotzen – und manche schaun dann eher unvorteilhaft aus. Ganz anders von oben, wie ich es nach Brittas Rat auch probiert habe, siehe der Bildervergleich unten.

Beim ersten Bild hat die Frau B. dann so reagiert: „Bitte lösch das sofort!“ Ich habs nicht gelöscht, sondern ganz handwerklich unbeholfen mit Photoshop mal was versteckt. Nicht bös sein. Interessanterweise kommt die Reaktion(„Bild löschen, aber sofort“) ausschließlich von Frauen vor, die fotografiert worden. Noch nie hat ein Mann von mir verlangt, dass ich ein unvorteilhaftes Foto lösche. Was ist der Grund dafür, dass nur Frauen so reagieren? Ist es uns Männern einfach mehr wurscht, wie wir dargestellt werden? Oder sind die Frauen einfach nur zickiger…? Oder aber, und auf das tippe ich: Frauen wollen immer nur von der Schokolade-Seite gezeigt werden. Hmmmm. Schoko!

p1016326ap1016328p1016323